Japan-GP: Mercedes protestiert gegen Manöver von Max Verstappen

9. Oktober 2016 - 13:28 Uhr

Mercedes hat gegen die Wertung des Formel-1-Rennens in Suzuka offiziell Protest beim Automobil-Weltverband FIA eingelegt. 

Das Team bezieht sich dabei auf die Aktion des zweitplatzierten Red-Bull-Fahrers Max Verstappen, der Weltmeister Lewis Hamilton bei dessen Überholmanöver kurz vor dem Ende des Rennens angeblich regelwidrig behindert haben soll. Da alle Beteiligten Suzuka schon verlassen hatten, wird die FIA erst im Rahmen des nächsten Rennens in Austin/Texas (23. Oktober) über den Protest entscheiden. Die FIA-Stewards in Austin werden sich der Angelegenheit annehmen, verkündete der Weltverband. Bis dahin bleibe das Resultat von Suzuka inoffiziell.

Mercedes beruft sich bei dem Protest auf Paragraf 27.5 der FIA. Dieser besagt, dass ein Auto "zu keiner Zeit unnötig langsam, irreführend oder in einer Weise, die andere Personen gefährden könnte, gefahren werden darf". Verstappen hatte Hamilton ausgebremst, während des Bremsvorgangs angeblich unerlaubterweise die Spur gewechselt und den Weltmeister dabei von der Strecke gedrängt.

Zwei Herzen schlagen in Wolffs Brust

KUALA LUMPUR, MALAYSIA - SEPTEMBER 30: Mercedes GP Executive Director Toto Wolff in the Pitlane during practice for the Malaysia Formula One Grand Prix at Sepang Circuit on September 30, 2016 in Kuala Lumpur, Malaysia.  (Photo by Mark Thompson/Getty
Der Racer in Toto Wolff findet das Manöver von Max Verstappen gegen Lewis Hamilton toll, der Teamchef protestiert dagegen.
© Getty Images, Bongarts, wt

Teamchef Toto Wolff gab zu, dass er "ein Racer" sei und "hartes Racing liebe". Verstappen habe einen erfrischenden Stil, und natürlich habe er sich in der fraglichen Situation verteidigt. "Aber er verteidigt sich sehr hart", sagte Wolff, und "das Regelbuch besagt, dass man beim Bremsen das Auto nicht bewegen darf".