Jahresrückblick

Januar 2019: Shutdown in den USA, Drama um Julen, Missbrauchsfall von Lügde

- POPE FRANCIS audience to the participants of the world meeting of children  of the project Yo Puedo in Aula Paolo VI at the Vatican.   Credit Image: Evandro Inetti/ZUMA WirePictured: Pope FrancisRef: SPL5132491 301119 NON-EXCLUSIVEPicture by: Zuma
Papst Franziskus spricht mahnende Worte zum Jahresbeginn (Archivbild)
Zuma / SplashNews.com

Der Papst mahnt - wie jedes Jahr

Für gewöhnlich verabschiedet sich das Jahr mit einem Riesenknall, was oftmals zur Folge hat, dass man das neue etwas derangiert beginnt. Das ist dann kein unbedingt gelungener Auftakt, aber wenigstens ist Feiertag, und man weiß, es kann nur besser werden. Auch wenn man sich am Neujahrsmorgen manchmal wünscht, die Welt möge stillstehen, sie tut es nicht. Irgendwann gegen Mittag machen sich die Skispringer auf den Weg nach oben auf die Schanze von Oberstdorf, zum Neujahrsspringen. Wie jedes Jahr, und das lässt sich mit dem schlimmsten Kater ertragen. Die hüpfen eben einfach ein bisschen durch den Schnee und tun keinem was. Dann aber tritt irgendwann der Papst auf seinen Balkon und wendet sich an die Gläubigen, die auf dem Petersplatz ausharren. Seit dieser Papst Franziskus heißt, klärt er uns jedes Mal am 1. Januar über das auf, was auf der Welt schiefläuft: Zu viel.

Streit in den USA: längster Shutdown der Geschichte

U.S. President Donald Trump (C), Acting U.S. Defense Secretary Patrick Shanahan (R) and Acting Secretary of the Interior David Bernhardt attend a Cabinet meeting on day 12 of the partial U.S. government shutdown at the White House in Washington, U.S.
USA: Trump und Demokraten liegen im Clinch, das Land erlebt den längsten Shutdown der Geschichte (Archivbild)
JY/DEG, REUTERS, JIM YOUNG

Im Januar ist zum Beispiel der US-Haushalt in Schieflage, schon im Dezember ist es zum sogenannten Shutdown gekommen. Regierungseinrichtungen müssen schließen, Mitarbeiter werden nicht bezahlt. Die Demokraten und die Republikaner um Präsident Donald Trump können sich nicht auf einen Haushalt einigen. Trump will Geld für seine Mauer an der Grenze zu Mexiko, und die Demokraten wollen es ihm nicht geben – aber man einigt sich schließlich. Statt Geld für die Mauer gibt es Geld für "Grenzsicherung". Trotzdem: Die Sturheit auf beiden Seiten hat zum längsten Shutdown der US-Geschichte geführt. Doch im Vergleich zu dem, was auf die USA innenpolitisch noch zukommen soll, ist dieser Streit nur Geplänkel gewesen.

Spanien: Drama um Julen

Während sich in den USA Demokraten und Republikaner noch beschimpfen, spielt sich in Spanien ein ganz anderes Drama ab. Die Welt bangt tagelang um das Leben des kleinen Julen, der am 13. Januar im südspanischen Totalan in ein Bohrloch gefallen ist und es nicht aus eigener Kraft wieder nach draußen schafft. Das Loch ist zu schmal und zu tief. Fast zwei Wochen lang bemühen sich die Rettungskräfte, den Jungen lebend zu bergen, doch mit jedem Tag schwindet die Hoffnung. Die Umstände sind extrem widrig.

Acht erfahrene Minenarbeiter sollen schließlich einen Verbindungstunnel zu dem Schacht graben, in dem der Junge gefangen ist. Zunächst werden zwei Arbeiter in einer Kapsel in den Rettungsschacht heruntergelassen. Die Männer arbeiten unter Extrembedingungen. In dem engen, dunklen Schacht müssen sie Sauerstoffmasken tragen, um überhaupt atmen können. Es ist so eng, dass immer nur zwei Arbeiter gleichzeitig an dem Tunnel graben können. Mit Spitzhacke, Presslufthammer und Schaufel graben sie sich liegend oder kniend Stück für Stück näher an die Stelle heran, wo Julen vermutet wird. Weil niemand unter solchen Bedingungen lange arbeiten kann, müssen die Arbeiter alle 30 bis 40 Minuten abgelöst werden.

Als die Welt um Julen (†2) bangte Brunnen-Drama von Totalán
06:43 min
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Als die Welt um Julen (†2) bangte

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Die letzte Hoffnung erlischt

In der Nacht vom 25. auf dem 26. Januar um 1.25 Uhr brechen die Arbeiter schließlich zu Julen durch. In diesem Moment erlischt die letzte Hoffnung. Julen ist tot. "Im freien und schnellen Fall" sei Julen in den Schacht gefallen, erklärt Alfonso Rodríguez Gómez de Celis, Delegierter der andalusischen Zentralregierung. Darauf deute die Stellung des Körpers des Jungen hin. Nur wenige Stunden später sei er dann gestorben. "Nicht noch einmal, nicht noch einmal" rufen Julens Eltern als klar ist, dass sie ihren Sohn nicht noch einmal lebend wiedersehen werden. Damit verliert das Ehepaar bereits das zweite Kind. 2017 starb Julens Bruder Oliver an einem Herzanfall.

Missbrauchsfall von Lügde

24.02.2019, Nordrhein-Westfalen, Lügde: Auf dem Campingplatz Eichwald in der inzwischen eingezäunten Parzelle des mutmaßlichen Täters steht der versiegelte Campingwagen, aus dem die Beweismittel stammen, die mittlerweile verschwunden sind. Auf dem Ca
Entsetzen über Missbrauch in Lügde
gki, dpa, Guido Kirchner