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Janni Kusmagk: "Playboy"-Shooting trieb sie in die Bulimie

„Ich wollte noch schlanker sein, sah die ganzen Bilder von perfekten Frauen"

Janni Kusmagk: "Playboy"-Shooting trieb sie in die Bulimie

Janni Kusmagk spricht über die Auslöser ihrer Bulimie.
Janni Kusmagk spricht über die Auslöser ihrer Bulimie.
thehappytribe / Instagram

2014 ließ Janni Kusmagk, damals noch Janni Hönscheid , für den „Playboy“ die Hüllen fallen. Für die ehemalige Deutsche Meisterin im Wellenreiten damals ein ganz besonderes Highlight ihrer Karriere. Doch die Aufmerksamkeit, die Janni für ihre Nacktbilder bekam, triggerte bei der jungen Sportlerin eine sehr ungesunde Selbstwahrnehmung, wie die heute 31-Jährige jetzt in einem GALA-Interview verrät.

Plötzlich bekam Janni viel "Resonanz und Aufmerksamkeit" für ihren Körper

Janni Kusmagk schreibt im Buch „Der Ruf deines Herzens“, das sie gemeinsam mit Ehemann Peer Kusmagk (46) veröffentlicht hat, offen darüber, dass sie zwei Jahre lang unter Bulimie litt. Ihrer Meinung nach ausgelöst durch die starke "Resonanz und Aufmerksamkeit", die sie nach dem „Playboy“-Shooting bekam.

Im Rahmen der "Mental Health Matters"-Interviewreihe der GALA erinnert sich Janni, dass sie plötzlich mit ihrem Körper nicht mehr zufrieden war: „Ich wollte noch schlanker sein, sah die ganzen Bilder von perfekten Frauen in den Medien und fand meine Oberarme viel zu riesig.“ Als Profisurferin wollte sie eigentlich groß und stark sein, aber zur selben Zeit hungerte sie, um dem Schlankheitsideal der Modeindustrie gerecht zu werden. Als Sportlerin brauchte sie Muskeln. Um als Model zu arbeiten, musste sie möglichst schlank sein.

Im Video: DAS wissen Janni und Peer über Glück

Für Glück braucht man Offenheit für Veränderungen Janni Hönscheid & Peer Kusmagk mit Tipps zum Glück
01:05 min
Janni Hönscheid & Peer Kusmagk mit Tipps zum Glück
Für Glück braucht man Offenheit für Veränderungen

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Jannis 1. Schwangerschaft rettete sie aus der Bulimie

Doch das „Playboy“-Shooting war nicht allein ausschlaggebend für Jannis Essstörung. Sie erklärt, welche Faktoren bei ihrem Weg in die Bulimie noch eine Rolle gespielt haben: „Mein eigener Perfektionismus, der Druck der Gesellschaft, meine Unsicherheit als junges Mädchen, der Wunsch, mehr an die Hand genommen und gesehen zu werden für das, was ich bin.“ Und last but not least: der Social Media-Druck.

Eine Therapie habe sie nie gemacht, sondern versucht, sich selber aus der Essstörung zu holen. „Das würde ich aber keinem empfehlen“, so Janni. Am Ende war es die Schwangerschaft mit Emil-Ocean, durch die sie die Bulimie überwinden konnte. „Ich bin plötzlich in andere Gefühlswelten eingetaucht, habe eine Distanz zum Leistungsdruck beim Surfen und einem Schönheitsideal zu entsprechen, aufgebaut. Ich fand es krass, was mein Körper da leistet und habe mich dadurch angefangen, anders wahrzunehmen“, erklärt sie. Außerdem habe sie sich durch die Schwangerschaft mir gesunder Ernährung auseinandergesetzt.

Frieden und Ruhe, nach denen sich Janni immer gesehnt hat, bekommt sie heute durch ihren Mann Peer und ihren inzwischen drei Kindern . Bei ihnen kann sie sein, wie sie wirklich ist – und wird geliebt. Und kann sich auch selber endlich lieben. (csp)