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Jakub "Kuba" Blaszczykowski will umsonst spielen - und Geld leihen

Alles für den (Herzens-)club

Jakub "Kuba" Blaszczykowski will umsonst spielen - und Geld leihen

DORTMUND, GERMANY - SEPTEMBER 28:  Jakub Blaszczykowski of Borussia Dortmund celebrates after he scores his teams fifth goal of the game during the Bundesliga match between Borussia Dortmund and SC Freiburg at Signal Iduna Park on September 28, 2013
"Kuba" lief 235 Mal in der Bundesliga auf
Bongarts/Getty Images, Bongarts

"Kuba" will seinem alten Club helfen

Es ist kein gewöhnlicher Transfer, der sich gerade in Polen anbahnt. Der ehemalige BVB-Star Jakub "Kuba“ Blaszczykowski will für seinen Heimatclub Wisla Krakau auf sein Gehalt verzichten - und nebenbei noch viel Geld leihen.

Zurück zu den Wurzeln

"Kuba"
Ehre, wem Ehre gebührt: Die BVB-Fans feierten "Kuba", auch wenn der die Seiten gewechselt hatte
Imago Sportfotodienst

Der polnische Nationalspieler galt schon bei Borussia Dortmund als Publikumsliebling. Jakub Blaszczykowski, von den Fans liebevoll nur "Kuba" gerufen, feierte mit dem BVB zwei Meisterschaften (2011, 2012), einen Pokalsieg (2012) und zog 2013 mit den Schwarz-Gelben ins Champions-League-Finale ein. Große Erfolge, die die Fans im Ruhrgebiet nicht vergessen haben: Als er 2016 mit seinem neuen Arbeitgeber VfL Wolfsburg den Ex-Club empfing, feierten ihn die BVB-Fans nach dem Schlusspfiff frenetisch vor dem Gästeblock.

Inzwischen ist sein Vertrag bei den "Wölfen" aufgelöst. Nun zieht es den 33- Jährigen zurück zu seinen Wurzeln - zu dem Club, bei dem die große Karriere begonnen hatte. Bei Wisla Krakau reifte "Kuba" einst zum großen Talent, schaffte von dort den Sprung in die Bundesliga. Jetzt will er seinem Herzensverein helfen. Denn der sitzt tief in der Patsche.

Wisla vor dem finanziellen K.o.

Fußball Champions League Gruppe F: Borussia Dortmund - SSC Neapel am 26.11.2013 im BVB Stadion in Dortmund (Nordrhein-Westfalen). Der Dortmunder Jakub Blaszczykowski bejubelt sein Tor zum 2:0. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
"Kuba" steht beim BVB für goldene Zeiten. Hier bejubelt der Pole einen Treffer in der Champions League
dpa, Rolf Vennenbernd

Der polnische Club ist in schwere finanzielle Not geraten, es droht sogar der Entzug der Lizenz mitten in der Saison - und damit der K.o. Wie polnische Medien berichten, wollen daher "Kuba" und zwei Unternehmer dem Tabellenachten der polnischen Liga jeweils rund 310.000 Euro leihen, um den Fußballbetrieb aufrecht zu erhalten und neue Geldgeber anzulocken.

Schon im vergangenen Jahr hatte der Flügelflitzer mit einer ähnlich hohen Summe geholfen und die Zins-Einnahmen anschließend gespendet. Seit Anfang Januar trainiert "Kuba" nun wieder bei Wisla, in der Rückrunde soll er laut polnischen Medienberichten für lau spielen. Das nennt man dann wohl echte Identifikation!