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IWF stutzt Wachstumsprognose für Deutschland kräftig

IWF stutzt Wachstumsprognose für Deutschland kräftig

Kräftiger Konjunkturdämpfer durch die Schuldenkrise und die schlappe US-Wirtschaft: Der Internationale Währungsfonds (IWF) sagt Deutschland im kommenden Jahr nur noch ein Wachstum von 1,3 Prozent voraus - 0,7 Punkte weniger als bislang erwartet. Auch die Weltwirtschaft muss Federn lassen. Global sei nur noch mit einem Plus von 4 Prozent zu rechnen, heißt es im jüngsten Weltwirtschaftsausblick des IWF, der am Dienstag in Washington vorgelegt wurde. Das sind 0,5 Punkte weniger als zunächst gedacht.

Die Weltwirtschaft sei "in einer gefährlichen neuen Phase", heißt es in dem Bericht. Komme die Schuldenkrise in der Eurozone nicht unter Kontrolle und sacke die ohnehin schon schwache US-Wirtschaft weiter ab, drohe beiden Wirtschaftsräumen der Rückfall in die Rezession.

In der Eurozone erwartet der Fonds im kommenden Jahr ein Wachstum von gerade einmal 1,1 Prozent. Für die USA schraubte der IWF derweil seine Prognose für 2012 besonders drastisch zurück: um 0,9 Prozentpunkte auf 1,8 Prozent. Ein solides Plus von mehr als 6 Prozent sieht der Weltwährungsfonds unterdessen in den aufstrebenden Schwellen- und Entwicklungsländern.