Italiener sperrt junge Frau zehn Jahre lang in Kellerloch ein - sie wird versklavt, vergewaltigt und misshandelt

Bei einer Verkehrskontrolle fliegt der Italiener auf

Was für ein widerwärtiges Verbrechen: Zehn Jahre lang erlebt eine junge Rumänin Tag für Tag das Grauen auf Erden, gehalten in einem Loch unter unvorstellbaren Bedingungen. Ort des Geschehens ist Gizzeria, ein 5.000-Seelen-Nest im Süden Italiens. Dort soll Aloisio Francesco Roosario Giordiano die Frau italienischen Medien zufolge brutal misshandelt, jeden Tag geschlagen und vergewaltigt haben. Nur durch einen Zufall, eine Verkehrskontrolle, stößt die Polizei auf das Grauen.

Während der Gefangenschaft bekommt die Rumänin zwei Kinder

In diesem Keller hielt der Italiener sein Opfer gefangen.
In diesem dunklen Kellerloch hielt der Italiener sein Opfer gefangen.

Vor zehn Jahren kommt die damals 19-Jährige nach Italien, sie kümmert sich als Pflegerin um die kranke Lebensgefährtin Giordianos. Als die Frau stirbt, beginnt für die Rumänin das Martyrium. Der Mann sperrt sie in das Kellerloch, fesselt sie ans Bett, hält sie als Sex-Sklavin. Tag für Tag vergeht er sich an ihr. Er zwingt sie zu abscheulichen Dingen, sie muss ihre eigenen Ausscheidungen zu sich nehmen, darf sich monatelang nicht waschen.

Während ihrer Sklaverei wird das Opfer zweimal schwanger, bringt einen Jungen (heute 9) und ein Mädchen (3) zur Welt. Auch die Kinder werden misshandelt. Der Vater soll den Sohn dazu gezwungen haben, die Mutter ebenfalls zu schlagen. Schwere Wunden näht Giordiano mit Angelzeug, heißt es.

"In 30 Jahren habe ich so etwas noch nie gesehen"

Im Verlies herrschten schlimme hygienische Zustände..
In dem Verlies herrschten unvorstellbare hygienische Bedingungen.

Dem Verbrechen kommt die Polizei mit Hilfe von "Kommissar Zufall" auf die Spur. Bei einer Verkehrskontrolle stoppen die Carabinieri den Mann, der mit seinem Sohn unterwegs ist. Der völlig verwahrloste Junge veranlasst die Beamten, sich der Sache anzunehmen. Im Haus entdecken sie schließlich das ganze Ausmaß des Verbrechens. Der Körper der Frau sei "völlig zerschunden", so der 'Corierre della Serra'. Auch die Tochter sei in schlechten Zustand, "halb verhungert", heißt es. Den Polizisten bieten sich furchtbare Zustände: Alles voller Unrat, Ratten, Ungeziefer, verdorbene Lebensmittel – sie brauchen Atemschutzmasken, um die Räume betreten zu können.

Die 29-jährige Rumänin und ihre Kinder kommen ins Krankenhaus, Giordiano ins Untersuchungsgefängnis. Er bestreitet sämtliche Vorwürfe der Misshandlung, Sklaverei und des sexuellen Missbrauchs. Unglaubwürdig. "In 30 Jahren habe ich so etwas noch nie gesehen", zitiert die 'Bild'-Zeitung Lamezia Salvatore Curcio, den Chef-Ankläger der Staatsanwaltschaft.

Angeblich ist der Verbrecher kein unbeschriebenes Blatt. 1995 sei er wegen Entführung, Misshandlung und sexuellen Missbrauchs einer 23-Jährigen zu fünf Jahren Haft verurteilt und nach vier Jahren wegen guter Führung vorzeitig entlassen worden.