Italien: Kofferleiche vermutlich nicht die Vermisste vom Kreuzfahrtschiff

28. März 2017 - 16:56 Uhr

Rätsel um verschwundene Frau noch immer nicht gelöst

Der Leichenfund im italienischen Rimini steht laut Staatsanwaltschaft vermutlich nicht in Verbindung mit dem mysteriösen Fall um die verschwundene Frau eines Deutschen auf Kreuzfahrt. Die Frauenleiche war in der Hafenstadt angeschwemmt worden. Seither gab es Spekulationen, dass es sich um die Vermisste handeln könnte. Die Frau aus China gilt seit einer Kreuzfahrt mit ihrer Familie im Februar als vermisst.

Konkretes Obduktionsergebnis wird noch erwartet

Es sei sehr unwahrscheinlich, dass es sich bei der Leiche, die in einem Koffer aus dem Meer in Rimini gefischt wurde, um die Vermisste handle, sagte der Oberstaatsanwalt der italienischen Stadt. Es werde jedoch weiter in jede Richtung ermittelt. Konkrete Ergebnisse der Obduktion der Kofferleiche würden im Laufe der Woche erwartet.

Seit Februar ist die Frau aus China verschwunden. Ihr Mann aus Eberswalde in Brandenburg wird beschuldigt, sie auf einer Kreuzfahrt umgebracht zu haben. Er sitzt in Rom in Untersuchungshaft.  Er bestreitet eine solche Tat. Seine Frau sei der Reise überdrüssig gewesen und in Griechenland von Bord der 'MSC Magnifica' gegangen, lautet seine Version. Die Frau wurde Berichten zufolge zuletzt am 10. Februar in Genua gesehen. Am Ende der Kreuzfahrt am 20. Februar in Civitavecchia ging sie demnach nicht von Bord.

Die Nachrichtenagentur Ansa berichtete, an der Leiche seien keine Spuren von Gewaltanwendung gefunden worden. Nach Angaben Contis unterscheide sich der in Rimini gefundene Koffer von dem seines Mandanten. Auch die tote Frau ähnele ihm zufolge nicht der Vermissten. "Wir hoffen, dass sie bald einen DNA-Test machen, damit wir das aufklären können", sagte er. Eine Autopsie sei für Montag angesetzt.

Das Paar lebte zuletzt in Irland und hat zwei kleine Kinder, die in Rom von den Behörden betreut würden, so Conti. Sie sollten aber nach Möglichkeit nach Deutschland zu Verwandten des Verdächtigen gebracht werden. Die Mutter der Verschwundenen hätte den Mann im Gefängnis in Rom besucht, sagte der Anwalt.