Italien-GP: Lewis Hamilton rast souverän auf die Monza-Pole - Sebastian Vettel holt Maximum heraus

Lewis Hamilton hat seine Favoritenstellung in Monza eindrucksvoll untermauert. Im Qualifying zum Großen Preis von Italien raste der Mercedes-Pilot in 1:21,135 Minuten zur Bestzeit. Der Weltmeister startet somit von der Pole Position in den Formel-1-Klassiker auf dem Autodromo Nazionale im Königlichen Park. Hamilton schraubte seine beeindruckende Pole-Statistik damit auf fünf beim Italien-GP und 56 insgesamt.

Nico Rosberg hatte gegen seinen Teamkollegen keine echte Chance. Der Deutsche stellte seinen Mercedes auf Startplatz 2 - der Rückstand von 0,478 Sekunden wird Rosberg überhaupt nicht gefallen.

Hinter dem Mercedes-Duo landeten die beiden Ferrari. Im internen Scuderia-Duell hatte Sebastian Vettel das bessere Ende für sich. In seiner letzten schnellen Runde überflügelte er seinen Teamkollegen Kimi Räikkönen (+ 0,930) und holte sich Rang 3 (+ 0,837). "Ich freue mich sehr für das Team, dass wir die zweite Reihe gesichert haben. Die Lücke nach vorne ist aber zu groß, Mercedes war in einer eigenen Liga", sagte Vettel, der dennoch auf ein gutes Rennen hofft: "Wir starten auf den weicheren Reifen, da kann am Start noch was gehen, insbesondere in der ersten Kurve."

Zwischen die beiden Ferrari und das Red-Bull-Duo schob sich überraschend Valtteri Bottas im Williams (+ 1,253). Rang 6 ging an Daniel Ricciardo (+ 1,254). Nur 22 Tausendstelsekunden langsamer war Max Verstappen, der von 7 starten wird. Nico Hülkenberg geht mit seinem Force India von Startplatz 9 ins Rennen.

Erneut starker Auftritt von Wehrlein

Sebastian Vettel holte im Qualifying in Monza hinter dem Mercedes-Duo das Maximum heraus.
Sebastian Vettel holte im Qualifying in Monza hinter dem Mercedes-Duo das Maximum heraus.
wt, Getty Images, Bongarts

Pascal Wehrlein schaffte es nach Österreich und Belgien zum dritten Mal in seiner noch jungen Karriere in Q2. Der Manor-Pilot belegte einen sehr guten 14. Platz (+ 1,817). Damit befindet sich Wehrlein in bester Gesellschaft. Er steht vor Ex-Weltmeister Jenson Button und hinter Ex-Weltmeister Fernando Alonso (beide McLaren). Wegen einer Fünf-Plätze-Strafe für Haas-Pilot Romain Grosjean darf der Manor-Fahrer sogar von Rang 13 ins Rennen.

Seine Freude über den 'gewonnenen' Startplatz hielt sich allerdings in Grenzen. "Ich bin sehr abergläubisch, Platz 13 gefällt mir gar nicht. Aber trotzdem ein tolles Ergebnis für uns. Wir hatten sogar erwartet, noch ein bisschen schneller zu sein. Aber die anderen Teams haben die Downforce reduziert, so haben wir unseren Vorteil verloren und sind nicht mehr die Schnellsten auf der Geraden", sagte Wehrlein nach dem Qualifying.