Italien: Einigung auf Milliarden-Sparpläne

10. April 2014 - 12:58 Uhr

Die italienische Regierung hat sich auf Sparpläne und Ausgabenkürzungen in Milliardenhöhe geeinigt. Damit will sie unter anderem die versprochenen Steuersenkungen in Höhe von 6,7 Milliarden Euro in diesem Jahr finanzieren. Die Ausgaben sollten um insgesamt 4,5 Milliarden Euro gesenkt werden, sagte Regierungschef Matteo Renzi. Auch höhere Mehrwertsteuereinnahmen sollen zur Finanzierung beitragen.

Renzi hatte versprochen, die Lohnsteuer für Geringverdiener ab Mai um 80 Euro monatlich zu senken. Die Regierung einigte sich nun auf Pläne zur Finanzierung und auf einige Rahmendaten des Haushalts für die kommenden drei Jahre. Die Wachstumsprognose für das laufende Jahr senkte sie von 1,1 auf 0,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP).

Renzi bekräftigte zudem, an dem Ziel des Staatsdefizits von 2,6 Prozent des BIP für die drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone in diesem Jahr festzuhalten. Gleichzeitig stellte er jedoch in Aussicht, sich für eine Abschwächung der EU-Defizitgrenze einsetzen zu wollen. "Wir wollen die EU-Regeln ändern, aber nicht, weil wir das nötig haben" sagte er. Italien übernimmt im Juli die EU-Ratspräsidentschaft.