Ist Ihr Gehalt angemessen?

Die Einkommen von Ost und West liegen immer noch weit auseinander. Verdienen Sie eigentlich genug?
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08. Dezember 2010 - 16:13 Uhr

Der Osten holt langsam auf

Auch 18 Jahre nach der Wende lag das Nettoeinkommen der Ostdeutschen noch deutlich hinter dem der Westdeutschen.

Das Statistische Bundesamt gab bekannt, dass die Menschen im Osten im Jahr 2008 durchschnittlich gerade einmal 75% von dem verdienten, was die Menschen im Westen für ihr Leben zur Verfügung hatten.

In den neuen Ländern und Berlin-Ost lag das Einkommen mit 2.292 Euro bei 75% des Westniveaus (3.056 Euro). Netto standen den Haushalten im Osten somit durchschnittlich 764 Euro im Monat weniger zur Verfügung als den Haushalten im früheren Bundesgebiet.

Einkommensschere leicht geöffnet

Somit hat sich die Einkommensschere zwischen Ost und West damit wieder etwas geöffnet. Bis zum Jahr 2003 näherten sich Ost und West an – das Nettoeinkommen in den neuen Ländern stieg auf 77,5% des Westniveaus. Von 2003 bis 2008 erhöhte sich das durchschnittliche Nettoeinkommen dann aber nur in westdeutschen Haushalten (+ 3,3%), während es in den neuen Ländern stagnierte.

Die Studienergebnisse zeigen auch große Unterschiede in der Einkommenssituation verschiedener Haushaltstypen. Das durchschnittliche Nettoeinkommen pro Haushaltsmitglied bei Alleinerziehenden war mit 845 Euro im Monat niedriger als bei Paaren mit Kindern (1.103 Euro). Singles verfügten mit durchschnittlich 1.726 Euro über das höchste monatliche Pro-Kopf-Einkommen.

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