Die Leinewelle kommt!

Hannover: Der neue Surfhotspot im Norden

So soll die "Leinewelle" in Hannover aussehen.
So soll die "Leinewelle" in Hannover aussehen.
© Cityförster

16. April 2021 - 17:05 Uhr

Neuer Tourimusmagnet bald in Hannover

Jetzt ist es soweit: Nach einem Prozess mit dem Fischereiverband Hannover e.V. darf der Verein Leinewelle e.V. jetzt endlich seine Surfanlage bauen. Außergerichtlich wurde sich zwischen beiden Parteien geeinigt. Unterhalb der Schlossbrücke, hinter dem niedersächsischen Landtag wird jetzt die hydraulische Rampe entstehen. Der ausgewählte Standort ist die engste Stelle der Leine, das bedeutet höchste Strömungsgeschwindigkeit bei geringstem Bauaufwand und somit ist auch keine große bauliche Verengung notwendig. Seit 2013 engagiert sich der Leinewelle e.V. dafür, dass die Flusswelle in der niedersächsischen Landeshauptstadt gebaut werden kann. Der Verein "Leinewelle" beziffert die Kosten für das Projekt auf etwa 1,2 Millionen Euro, die wohl komplett von Sponsoren getragen werden sollen.

Außergerichtliche Einigung

Hannover
Leine unterhalb der Schloßbrücke
© RTL Nord

Im Januar 2019 erteilte die Region Hannover die Erlaubnis zum Bau und Betrieb der "stehenden Welle" in der Leine am Niedersächsischen Landtag. Der Fischereiverband Hannover e.V. hatte Klage gegen diese Erlaubnis erhoben. Die Klage des Fischereivereins Hannover gegen die sogenannte "Leinewelle" wurde nach einer örtlichen Begehung von der Kammer des Verwaltungsgerichts abgelehnt. Die Begründung: Die Kammer sehe keine Verfahrensfehler oder Verletzung der Fischereirechte. Der Fischereiverband Hannover e.V. hatte beklagt, dass der Angelsport an dem Standort ausgeschlossen werden würde. Außerdem drohe durch die "Leinewelle" eine Reduzierung der Fischbestände im Fluss. Jetzt aber wurde sich außergerichtlich geeinigt und das Ergebnis ist, dass sich beide Vereine gemeinsam für den Bau einer Fischtreppe am Landtagswehr engagieren. Der Fischereiverein Hannover e.V. zieht seinen Einspruch gegen die Baugenehmigung der Leinewelle vor dem Oberverwaltungsgericht zurück und somit steht dem Bau der Leinewelle jetzt nichts mehr im Weg.

Surfen mitten in der Großstadt

Der neue Surfhotspot in Hannover wird nach dem Vorbild der Eisbach in München gebaut. Eine Rampe im Wasser soll eine künstliche Welle erzeugen. Die staut das Wasser für den Surfbetrieb auf, um das notwendige Gefälle für die Welle zu erzeugen. Außerhalb der Surfzeiten kann sie vollständig im Boden versenkt werden. Die Vorteile gegenüber Wellenreiten im Meer sind laut Betreiber: kein anstrengendes Rauspaddeln, kein Warten auf die perfekte Welle und keine Abhängigkeit von Gezeiten oder Wetter.

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