Ist der Tierquäler von Krefeld ein 17-jähriges Mädchen?

Eins der Opfer des Tierquälers: Dieses Pony überlebte die Attacke.

31. Oktober 2013 - 7:27 Uhr

Ein Schaf und ein Pony wurden brutal geköpft

In Krefeld hat ein brutaler Tierquäler mehrere Wochen lang sein Unwesen getrieben, nun erfolgte eine Festnahme. Bei dem Tierquäler soll es sich übereinstimmenden Medienberichten zufolge um ein 17-jähriges Mädchen handeln. Die Ermittler wollten dies am Freitag nicht bestätigen. Man werde auch künftig lediglich von einer "minderjährigen Person" sprechen.

Der oder die Verdächtige hatte ein Teilgeständnis abgelegt. Durch die Aussage hatten die Ermittler den abgetrennten Kopf eines Schafbocks sichergestellt. Auch zwei Pferde auf einer Weide wurden durch Stiche verletzt, überlebten die Attacke aber. An eines der Tiere soll der Täter ein Fahndungsplakat geheftet haben, mit dem nach ihm selbst gefahndet wurde. Ein anderer Verdächtiger, der bereits seit Tagen in Untersuchungshaft gesessen hat, wurde daraufhin freigelassen. Inzwischen spreche einiges dafür, dass er mit den bestialischen Taten nichts zu tun hatte, räumten die Ermittler ein.

Grausige 'Geschenke' für die Anwohner

Der gesuchte Tierquäler hatte unter anderem einen bei Kindern beliebten Mitmach-Bauernhof im rheinischen Krefeld heimgesucht und dort einen Schafbock namens Piet geköpft. Auch einem Zwergpony trennte er den Kopf ab. Kopfhaut und Ohren des Ponys hatte er Anwohnern in eine Garageneinfahrt gelegt. Mit seinen Taten hatte sich der Tierquäler in Bekennerbriefen gebrüstet, die mit "Euer Tierquäler" unterzeichnet waren.

Die Tatserie hatte auch Experten alarmiert. Tierquälereien gelten als Anzeichen für eine sadistische Persönlichkeit, es können aber auch andere Ursachen dahinter stecken. Mädchen und Frauen werden vergleichsweise selten zu Täterinnen. Bei ihnen vermutet die Forschung als Ursache eher eine traumatische Störung als einen sadistischen Antrieb. Die unter Verdacht stehende minderjährige Person ist auf freiem Fuß. Die Ermittler gehen davon aus, dass von ihr keine weitere Gefahr für Tiere ausgeht.