Israelische Soldaten töten Palästinenser

13. Februar 2016 - 6:40 Uhr

Israelische Soldaten haben in der Nähe einer Siedlung im Westjordanland einen Palästinenser getötet. Der Mann sei "verdächtig" gewesen, eine Waffe zu tragen, sagte eine Armeesprecherin in Tel Aviv. Ein zweiter Palästinenser habe flüchten können. Die Sprecherin konnte nicht bestätigen, dass der Getötete wirklich eine Waffe bei sich trug.

Der Zwischenfall ereignete sich in der Nähe der jüdischen Siedlung Barkan im westlichen Westjordanland. Die beiden Palästinenser hatten sich nach Angaben der Sprecherin in einem Gebiet aufgehalten, das unter "Rechtsprechung" der Siedlung steht. Als sie der Aufforderung, stehen zu bleiben, nicht nachgekommen seien, hätten die Soldaten das Feuer eröffnet. Palästinenser hatten nach Angaben der Sprecherin in den vergangenen Wochen wiederholt versucht, in die Siedlung einzudringen.

Bei der Explosion einer Panzergranate waren nach palästinensischen Angaben im Gazastreifen bereits zwei Palästinenser getötet und weitere sieben verletzt worden. Eine Gruppe von Männern habe versucht, eine Rakete auf Israel abzufeuern, sagte die Armeesprecherin. Bei einem der Getöteten handelt es sich nach palästinensischen Angaben um einen ranghohen Führer der militanten Palästinenserorganisation Islamischer Heiliger Krieg. Zu den Verletzten gehöre auch ein zehn Jahre altes Mädchen.