Weltweites Impf-Programm

Israel will alle Holocaust-Überlebende impfen lassen

Israel will alle Holocaust-Überlebende impfen lassen
© dpa, Daniel Reinhardt, dan tba

12. Januar 2021 - 16:58 Uhr

Israel will Impfzentren in einigen Ländern eröffnen

Die israelische Regierung setzt sich für die Impfung aller Holocaust-Überlebenden weltweit gegen das Coronavirus ein. Die Ministerin für Diaspora-Angelegenheiten, Omer Jankelevich, kündigte am Dienstag ein entsprechendes Programm an. Details dazu werden noch ausgearbeitet. Vorgesehen ist einer Mitteilung zufolge aber in einem Entwurf, Impfzentren in bestimmten Ländern zu eröffnen.

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Holocaust-Überlebende sind Hochrisikogruppe

Holocaust-Überlebende gehörten aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters zur Hochrisikogruppe, hieß es. In manchen Ländern sei nicht gesichert, dass sie in Kürze geimpft würden. Wenn nötig, sollten Teams die Überlebenden an ihren Wohnorten impfen. Das Projekt soll kostenfrei sein. Dem Ministerium zufolge leben etwa 190.000 Holocaust-Überlebende in Israel und 130.000 weitere in aller Welt.

Esther Bejarano (96) bereits regulär in Hamburg geimpft

Die Auschwitz-Überlebende Esther Bejarano hat sich beispielsweise am Sonntag in Hamburg gegen das Coronavirus impfen lassen – alledings nicht über das israelische Impfprogramm. "Es war ein kleiner Piks. Man hat das kaum gemerkt", sagte die 96-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. Sich impfen zu lassen, sei für sie selbstverständlich. "Jeder sollte das machen lassen", meinte sie. Im Februar habe sie einen Termin für die zweite Impfung. Bejarano, die sich trotz ihres hohen Alters weiterhin als Zeitzeugin im Auschwitz-Komitee engagiert, wurde von ihrem Sohn im Rollstuhl ins Impfzentrum an den Hamburger Messehallen gebracht.

Quelle: dpa/RTL.de

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