Bluttat von Iserlohn

Angreifer ersticht Ehefrau (32) und ihren neuen Freund (23) - Baby überlebt

19. August 2019 - 15:36 Uhr

Baby überlebt Messerangriff in Iserlohn - aber Mutter (32) stirbt

Mit einem Küchenmesser ging der 43-jährige Mann am Samstag auf dem Bahnhof Iserlohn auf seine Ehefrau (32) und ihren neuen Lebenspartner (23) los und stach mehrfach auf sie ein. Beide starben an Ort und Stelle. Das zwei Monate alte Baby der jungen Frau überlebte die Tat unverletzt. Viele Menschen mussten die blutige Attacke mitansehen.

Update: Tatverdächtiger legt Geständnis ab.

Hintergrund sei ein Beziehungsstreit

17.08.2019, Nordrhein-Westfalen, Iserlohn: Mit Polizeiband ist der Zugang zum Stadtbahnhof gesperrt. Bei einem Messerangriff am Bahnhof sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Nach ersten Erkenntnissen gingen die Ermittler von einer Beziehungstat aus.
Der Bahnhof wurde am Samstag weiträumig abgesperrt.
© dpa, Markus Klümper, kde

Der mutmaßliche Messerstecher wurde am Sonntag wegen zweifachen Totschlags in Untersuchungshaft genommen. Hintergrund sei ein Beziehungsstreit, die genaue Motivlage aber noch unklar, berichtete die Polizei im Märkischen Kreis.

Laut den Behörden stammen der 43-jähriger Mann und seine Ehefrau aus dem Kosovo, das männliche Opfer aus Afghanistan. Laut "Express" ist der in Bergisch Gladbach bei Köln lebende Tatverdächtige wegen häuslicher Gewalt polizeibekannt.

Seine Frau habe in Iserlohn im Frauenhaus Zuflucht gesucht. Mit ihrem neuen Partner habe sie sich zu einem Treffen überreden lassen. Ein Polizeisprecher wollte dies "weder dementieren noch bestätigen".

Baby verliert Mutter und Vater

17.08.2019, Nordrhein-Westfalen, Iserlohn: Polizisten sichern am Stadtbahnhof Beweise. Bei einem Messerangriff am Bahnhof sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Nach ersten Erkenntnissen gingen die Ermittler von einer Beziehungstat aus. Foto: Markus
Die genauen Umstände der Tat werden noch ermittelt.
© dpa, Markus Klümper, kde

Während der mutmaßliche Täter seine Opfer attackierte, wartete im Auto der Frau ihr Baby. Es blieb unverletzt, Zeugen brachten es in ein Krankenhaus. Das Mädchen verliert im Alter von nur zwei Monaten seine Mutter - und höchst wahrscheinlich auch seinen Vater. Nach bisherigem Kenntnisstand ist das Baby die Tochter des 23-jährigen Afghanen. Sie befand sich am Tag nach dem tödlichen Angriff in Obhut des Jugendamtes.

Viele Menschen mussten die blutige Attacke mitansehen

Viele Menschen haben den dramatischen Vorfall ungewollt mitansehen müssen. Zum Tatzeitpunkt war es laut Polizei voll am Bahnhof. Und auch eine Hochzeitsgesellschaft mit rund 20 Menschen war darunter. Seelsorger hätten sich um geschockte Menschen gekümmert. "Überall gab es aufgeregte, besorgte Gespräche, was da Grässliches passiert ist", erzählt eine Zeugin.