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Isabel Edvardsson und Joachim Llambi tanzen vor

Isabel Edvardsson und Joachim Llambi tanzen vor

Lets Dance 2010
Die Juroren Isabel Edvardsson und Joachim Llambi auf dem Parkett

So tanzt man den Quickstep und den Paso Doble richtig

In der 4. Liveshow von „Let’s Dance“ tanzten die verbliebenen sechs Prominenten Rolfe Scheider, Sophia Thomalla, Raúl Richter, Sylvie van der Vaart, Brigitte Nielsen und Nina Bott den Quickstep und den Paso Doble. Doch zuvor zeigten Tanzprofi Isabel Edvardsson und Joachim Llambi den Zuschauern die Grundschritte der beiden Tänze. Wir erklären Ihnen noch einmal, was es mit den beiden Tänzen auf sich hat.

Paso Doble

Übersetzt bedeutet Paso Doble "Doppelschritt". In den 20er Jahren wurde er als "Stierkampf-Pantomime" bekannt. Der Paso Doble ist die tänzerische Darstellung des Toreros mit seiner Capa, dem roten Tuch. Die Dame als Capa folgt der Führung des Herrn selbstbewusst, distanziert und wendig. Der Herr als Torero zeigt sich entschlossen, kühn und stolz. Die Anspannung der Körper ist für das Publikum zu spüren. Der Paso Doble ist ein marschähnlicher Tanz, der vor allem in Spanien und Südfrankreich entstanden ist. Die Franzosen haben den Paso Doble standardisiert, deshalb gibt es viele französische Figurbezeichnungen. Die Weiterentwicklung des Onestep, eines aus Amerika kommenden Gesellschaftstanzes, der in den Jahren 1912 bis 1925 getanzt wurde, zählt zu den Marschtänzen. Als Two-Step, meist im Zweiviertel-oder Sechsachteltakt gespielt, ist er als Paso Doble bekannt. Die Musik des Paso Doble ist energisch, klar strukturiert, streng und gewaltig. Der wohl bekannteste Paso Doble ist "Espana Cani", auf dessen Phrasen sich auch die Tänzer mit ihrer Choreographie eingestellt haben, was für Turniere unerlässlich ist. Heute ist der Paso Doble in Mitteleuropa in den Hintergrund gedrängt worden. Er ist zwar Turniertanz und wird in Tanzschulen gelehrt, ist jedoch in der Öffentlichkeit eher dürftig vertreten. 1961 wurde der Paso Doble in das Welttanzprogramm aufgenommen. Der Paso Doble hat einen 2/4-Takt, gezählt wird slow-slow und hat 60 bis 62 Takte pro Minute, beim Turniertanz 62.

Der Champagner unter den Standardtänzen: Quickstep

Quickstep ist ein heiterer, spritziger und lebendiger Tanz, der "Champagner" unter den Standardtänzen. Er ist der "große und schnellere Bruder" vom Foxtrott und wird eigentlich immer auf "Gute-Laune-Musik" getanzt. Zu ihm gehören raumgreifende Bewegungen und Hüpfschritte. Charakteristisch sind offene Figuren, diverse Kicks und Twists. Hauptmerkmal ist das leicht-lockere Durchschwingen der Hüfte auf Zwei und Vier. Da der Quickstep im Gegensatz zum Foxtrott einer der fünf Turniertänze (Standard) ist, gibt es deutlich mehr technische Elemente und Figuren. Dafür ist er tänzerisch auch etwas anspruchsvoller. Manche Figuren und die Technik des Quickstep sind denen des Langsamen Walzers recht ähnlich, wie z.B. beim Heben und Senken. Allerdings fallen diese Phasen durch die Geschwindigkeit der Musik schneller aus als im Langsamen Walzer. Getanzt wird der Quickstep im 4/4-Takt mit einem Tempo von 50 bis 54 Takten in der Minute.