IS-Terroristen aus NRW planten offenbar Sprengstoff-Anschlag in Deutschland mit ferngesteuerten Autos

16. November 2017 - 10:53 Uhr

IS-Terroristen wurden wohl bei US-Luftangriff im Irak getötet

Zwei IS-Terroristen hatten offenbar geplant in Deutschland einen Sprengstoffanschlag mit ferngesteuerten Autos durchzuführen. Das berichtet der 'Kölner Stadt-Anzeiger'. Die Brüder Ömer und Yusuf D. aus Herne waren in den vergangenen Jahren zu ranghohen IS-Mitgliedern aufgestiegen. Nun sollen sie bei einem US-Militärschlag getötet worden sein.

Ömer D. kämpfte schon 2014 in Syrien

Ömer D. kehrte 2014 verletzt aus Syrien zurück, in seinem Bekanntenkreis prahlte er von Gefechten und Gräueltaten, an denen er beteiligt gewesen sein soll. Die 'Welt' meldet, dass Ömer D. Mitglied einer Einheit war, die für den sogenannten 'Islamischen Staat' Anschläge in Europa planen und durchführen sollte. Sein jüngerer Bruder Yusuf übernahm von Deutschland aus Aufgaben in der Medienarbeit der Terrormiliz und betrieb wohl eine virtuelle Propaganda-Maschine in den sozialen Netzwerken. Über die Plattform 'Niwelt' hielt Yusuf D. Kontakt mit Gleichgesinnten im In- und Ausland.

BKA ermittelt seit 2016 gegen die Brüder aus Herne

Ömer und Yusuf D. sollen in den letzten Jahren in den Reihen des IS aufgestiegen sein, sie galten als äußerst fanatisch. Beim Bundeskriminalamt (BKA) genießt die Suche nach den beiden Brüdern aus Herne seit 2016 hohe Priorität. Chatverläufe von Yusuf D. ließen laut 'Kölner Stadt Anzeiger' vermuten, dass die Extremisten über Sprengstoffattacken mit ferngesteuerten Autos nachdachten. Zuletzt sollen beide wieder ins irakisch-syrische Grenzgebiet gereist sein. Am Dienstag meldete das US-Militär, dass bei Luftschlägen im Nordirak mehrere ranghohe IS-Terroristen getötet worden seien. Unter den Opfern des Angriffs nahe der irakisch-syrischen Grenzstadt Al-Qaim sollen sich auch Ömer und Yusuf D. befinden.