Irschenberg: Teurer Blitzer-Spaß für skrupellose Autobahnraser aus den Emiraten

19. August 2016 - 20:32 Uhr

Satte 1.263,50 Euro Strafe für den kurzen Raser-Spaß

Siegessicher rasten vier junge Männer am 1. August mit einer Geschwindigkeit von knapp 200 km/h durch die Radarkontrolle im bayrischen Irschenberg. Schelmisch grinsend und mit Victory-Zeichen hatten die Urlauber aus den arabischen Emiraten wohl damit gerechnet, dass ihr kleiner "Raser-Spaß" in Deutschland ohne Konsequenzen bleibt. Doch offenbar hatten sie diese Rechnung ohne die Polizei gemacht.

Der 20-jährige Fahrer aus den Emiraten und drei mitfahrende Landsmänner müssen gewusst haben, dass auf der Autobahn an dieser Stelle ein stationärer Blitzer verbaut ist. Anders ist nicht zu erklären, dass die vier Raser mit dem gemieteten Opel Astra mit satten 193km/h siegessicher und ohne Skrupel durch die Radarfalle heizten. Denn erlaubt war auf dieser Stecke nur Tempo 100.

Und dafür müssen sie jetzt teuer zahlen: Als der 20-jährige Fahrer den Mietwagen Tage später abgeben wollte, wartete am Flughafen schon die Polizei auf ihn. Rasen hat in Deutschland eben Folgen und so ging es dem 20-jährigen an den Kragen. Satte 1.263, 50 Euro musste er als Sicherheitsleistung für die Geschwindigkeitsübertretung zahlen. Die Strafe fiel deshalb so hoch aus, weil man von einer vorsätzlichen Tat ausgehen müsse, sagte ein Polizeisprecher.

Nur mit der Unterstützung seiner Mitfahrer konnte der 20-Jährige die Summe begleichen. Denn nachdem der Fahrer selbst nicht mehr genügend Geld in der Tasche hatte, stellte sich das Quartett am Geldautomat an und "kratzte" die fällige Geldbuße zusammen. Erst als der letzte Cent bezahlt war, durften sie einchecken und ihre Reise Richtung Heimat antreten.