Slowenin muss ins Gefängnis

Frau sägt sich Hand ab, um Versicherung zu betrügen

Julija A. (22) hat sich absichtlich ihre Hand abgesägt, um abzukassieren.

19. September 2020 - 9:55 Uhr

Julija A. wollte 380.000 Euro sofort und jeden Monat weitere 3.000

Was für eine Tat: Eine junge Frau trennt sich mit einer Kreissäge ihre Hand ab, um eine Versicherungssumme zu kassieren. Der Plan flog auf, jetzt muss sie für zwei Jahre ins Gefängnis. Ein Mann, der die 22-Jährige zu dem Betrugsversuch anstiftete, muss sogar für drei Jahre hinter Gitter. Das berichtet die britische Nachrichtenseite "metro.co.uk".

Plan flog auf, Frau und Komplize müssen hinter Gitter

Vier Menschen dachten sich demnach die schaurige Inszenierung aus, wegen der die Slowenin Julija A. jetzt in der Landeshauptstadt Ljubljana verurteilt wurde. Sie unterzeichnete Lebens- und Unfallversicherungsverträge mit fünf verschiedenen Versicherungsunternehmen. Anschließend trennte sie sich ihre Hand am Gelenk ab, heißt es weiter.

Im Krankenhaus behauptete die junge Frau, sich beim Sägen von Ästen verletzt zu haben. Die Frau und ihre Mit-Verschwörer hofften laut Polizeiangaben auf eine Versicherungssumme von rund 380.000 Euro und eine lebenslange monatliche Zahlung von rund 3.000 Euro.

Hand konnte wieder angenäht werden

Dem Bericht zufolge ließ die Gruppe die Hand absichtlich an Tatort, anstatt sie mit ins Krankenhaus zu nehmen. Grund: Sie wollten durch eine dauerhafte Behinderung der Frau eine dreimal höhere Entschädigung bekommen. Allerdings konnten Rettungskräfte die Hand rechtzeitig bergen, Ärzte konnten sie wieder annähen.

Laut Staatsanwaltschaft hatten sich die Partner der Frau vor dem Vorfall im Internet über künstliche Hände informiert. Während des Prozesses beteuerte A. ihre Unschuld. "Niemand will verkrüppelt werden", sagte sie dem Gericht. "Meine Jugend wurde zerstört. Nur ich weiß, wie es passiert ist. " Der Prozess erregte in Slowenien großes Aufsehen in der Öffentlichkeit.