Wie im Kindergarten

Irrer "Eignungstest": Jobcenter lässt Bewerber malen und basteln!

28. Februar 2019 - 18:18 Uhr

Langzeitarbeitsloser fühlt sich veralbert

Er will nur einen neuen Job und bekommt zunächst – Mal- und Bastelaufgaben wie in der Grundschule: Bei seinem Besuch im Jobcenter fühlt sich Ralf Stork (52) ganz schön veralbert, denn unter Arbeitssuche hatte sich der Langzeitarbeitslose etwas ganz anderes vorgestellt. Was er bei seinem Vorstellungstermin erlebt hat, erzählt er im Video.

Jobcenter will "physische und psychische Leistungsfähigkeit" feststellen

Warum muss jemand, der eine Arbeitsstelle sucht, Blumenengel ausschneiden oder Mikado spielen? "Ziel der Maßnahme ist es, über einen Zeitraum von mehreren Wochen die physische und psychische Leistungsfähigkeit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer festzustellen", erklärt das Jobcenter der Region Hannover. Außerdem habe Ralf Stork zu keinem Zeitpunkt durchblicken lassen, dass er sich falsch behandelt fühle.

Ralf Stork will Bezüge nicht gefährden

Dass er geschwiegen hat, hat einen Grund. Er will seine Bezüge nicht gefährden. Deshalb lassen Langzeitarbeitslose im Zweifel einiges über sich ergehen. Immerhin hat er am Ende erfahren, für welchen Job er sich noch eignen würde: Ralf Stork am hofft auf eine Anstellung als Pförtner, denn er möchte endlich raus aus der Arbeitslosigkeit.