19. Oktober 2018 - 14:25 Uhr

Irre Bayern-Show von Rummenigge, Hoeneß und Salihamidzic

Die Bayern blasen mal wieder zur Abteilung Attacke - und wie! In einer denkwürdigen Pressekonferenz haben die Bosse Uli Hoeneß, Karl-Heinz Rummenigge und Hasan Salihamidzic die ganz große Keule rausgeholt und zu einem Rundumschlag gegen Medien, Experten und Ex-Spieler ausgeholt.

Wut-Stern des Südens: Bayern wollen sich nichts mehr gefallen lassen

Lothar Matthäus, Stefan Effenberg, Olaf Thon und natürlich die bösen Medien – die Liste der Bayern-Kritiker nach den zuletzt schwachen Auftritten in der Bundesliga und Champions League ist lang. Nun setzten die Bosse des "größten Vereins Deutschlands" (O-Ton Hoeneß) zum Gegenangriff an. "Es ist ein wichtiger Tag für den FC Bayern: Wir möchten ihnen mitteilen, dass wir uns das nicht mehr gefallen lassen. Wir werden die herabwürdigende und hämische Berichterstattung nicht mehr hinnehmen", sagte Vorstandschef Rummenigge, an dessen Seite Präsident Hoeneß und Sportdirektor Hasan Salihamidzic saßen.

Rummenigge berief sich in einer absurden Bayern-Show sogar auf Artikel 1 des Grundgesetzes: "Die Würde des Menschen ist unantastbar." Davon ausgehend kritisierte er die Berichterstattung gegenüber den FCB-Spielern nach dem Länderspiel gegen die Niederlande wie auch nach den letzten vier sieglosen Bayern-Spielen in Serie.

Zudem kündigte der 63-Jährige an, dass ein großes Medienunternehmen mit Post von den Bayern-Anwälten rechnen kann. Es werde Abmahnungen geben und Richtigstellungen verlangt. Laut Rummenigge sei es zudem ein Unding, dass verdiente Größen wie Franck Ribery und Arjen Robben von der Presse aufgrund ihres Alters kritisiert wurden.

Hoeneß über Bernat: "Der hat einen Scheißdreck gespielt"

Nach Rummenigges Monolog, holte schließlich Bayern-Boss Hoeneß die große Keule raus. Dass sein langjähriger Vorstandskollege rund zehn Minuten vorher Artikel 1 des Grundgesetzes zitierte, schien der brodelnde FCB-Patriarch scheinbar überhört zu haben. Auf die Kritik eines Medienvertreters am Verkauf von Juan Bernat, polterte der 66-Jährige los: "Ich sage dir mal eins: Als wir in Sevilla gespielt haben, war er alleine dafür verantwortlich, dass wir fast ausgeschieden wären. Und an dem Tag ist entschieden worden, dass wir ihn abgeben. Weil er uns fast die ganze Champions League gekostet hätte. Und da hätte ich gerne danach mal deinen Kommentar gehört, was der für einen Scheißdreck gespielt hat, auf Deutsch gesagt."

Angesprochen auf seine Äußerungen zu Mesut Özil sagte Hoeneß, dass er nicht hätte "Dreck" zum Spiel von Özil sagen sollen, sondern "Mist". Er habe lediglich überspitzt die Diskussionen weg von der Rassismus-Debatte aufs Sportliche lenken wollen. Der zuletzt häufig kritisierte FCB-Coach Niko Kovac sowie die komplette Mannschaft und auch Sportdirektor Hasan Salihamidzic nahm Hoeneß dabei väterlich in Schutz: "Die Berichterstattung haben die Spieler nicht verdient und ich werde sie verteidigen."

Fans schämen sich für den FC Bayern

In den Sozialen Medien schlägt die unfassbare Münchner Generalabrechnung hohe Wellen. Selbst Bayern-Fans schämen sich für den absurden Auftritt der FCB-Bosse. Hier die besten Reaktionen: