Wegen weiteren Milliardenspritzen für angeschlagene Banken sowie schwacher Steuereinnahmen hat sich Irlands Haushaltsdefizit im ersten Quartal nahezu verdoppelt. Es belief sich damit auf 7,1 Milliarden Euro, wie das Finanzministerium mitteilte. Demnach lagen die Steuereinnahmen wegen der schwachen Konjunktur mit 7,5 Milliarden Euro um 136 Millionen unter dem Ziel. In März bekamen die verstaatlichten Banken Anglo Irish und Irish Nationwide mehr als drei Milliarden Euro zugeschossen über eine Art Schuldschein. Positiv schlug in den ersten drei Monaten dagegen zu Buche, dass die Ausgaben mit 10,9 Milliarden Euro geringer waren als angesetzt, die Vorgabe lag bei 11,2 Milliarden.