Iris Berben: „Der Tod macht mich wütend“

Iris Berben: Was habe ich denn ausgelassen?
Iris Berben plant nicht vor
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Schauspielerin Iris Berben setzt sich mit dem Sterben auseinander. Die Idee, irgendwann nicht mehr da zu sein, gefällt ihr gar nicht.

Iris Berben (69) empfindet den Tod als eine Frechheit. Die beliebte Darstellerin ist fast 70 Jahre alt und damit in einem Alter, in dem sich Menschen mehr Gedanken über das Ende machen. Iris hat sich allerdings schon immer mit dem Sterben beschäftigt.

Rechnungen begleichen ist wichtig

Das heißt allerdings nicht, dass sie der Tod nicht frustriert. Im Gespräch mit 'Bild' erklärt sie lachend: "Der Tod macht mich wütend. Diese ganze Angelegenheit ist nicht befriedigend geregelt. Dass wir sterben, ist eine Frechheit." Und wie bereitet sich Iris auf den Tod vor? Pläne zu machen sei ihr zwar nicht wichtig, allerdings liege es ihr am Herzen, dann doch eine Sache sicherzustellen: "Wichtig ist, dass man in seinem engsten Umfeld alle Rechnungen begleicht. Und dass man die Sätze ausspricht, die wichtig sind. Ich glaube, darin bin ich ganz gut. Ich habe wissentlich keine offenen Rechnungen. Auch, weil ich weiß, dass es jeden jederzeit treffen kann."

Iris Berbens Lebenswerk zählt nicht

Etwas anderes steht bei ihr in Vorbereitung auf den Tod nicht auf dem Plan, wie sie hinzufügt: "Ich bin keine Plänemacherin, keine Strategin und kein Ellbogenmensch. Ich führe keine Liste mit den Dingen, die ich noch nicht gelebt habe. Ich lebe mein Leben stattdessen lieber. Ich wüsste nichts, das ich ausgelassen habe. Ich denke nicht, dass ich noch etwas nachholen oder aufholen muss."

Dass nach ihrem Tod ihr künstlerisches Werk in Film und Fernsehen weiter existiert und Menschen ihr damit gedenken werden, ist Iris Berben hingegen herzlich egal, wie sie nicht umhin kommt, dem Reporter ins Mikro zu lachen: "Davon kann ich mir auch nichts kaufen. Weg ist weg. Alles andere wäre Eitelkeit."

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