Irak: Reiseverbot für Vizepräsident

Einen Tag nach dem Abzug der letzten US-Soldaten steuert die irakische Führung auf eine große Konfrontation zu. Der oberste Richterrat des Landes verhängte am Montag ein Reiseverbot für Vizepräsident Tarik al-Haschimi und mehrere seiner Parteigänger.

Das berichtete das Staatsfernsehen. Ein Sprecher der Sicherheitskräfte in Bagdad sagte, drei Leibwächter Al-Haschimis seien unter Terrorverdacht festgenommen worden. Al-Haschimi ist Sunnit. Seine Ernennung zum Vizepräsidenten war Teil einer Proporz-Vereinbarung der Parteien gewesen. Die Regierung in Bagdad wird von den religiösen Parteien der Schiiten dominiert, zu denen auch Ministerpräsident Nuri al-Maliki gehört.