Irak: 15 Todesurteile nach Massaker auf Hochzeitsfeier

13. Februar 2016 - 5:12 Uhr

Ein Gericht hat 15 Iraker zum Tode durch den Strang verurteilt, die rund 70 Angehörige einer Hochzeitsgesellschaft massakriert haben sollen. Das gab ein Justizsprecher in der irakischen Hauptstadt bekannt. Bei dem Überfall in dem mehrheitlich von Schiiten bewohnten Bezirk Dudschail nördlich von Bagdad waren 2006 nach Angaben der Justiz die Braut sowie mehrere weibliche Gäste des Hochzeitspaares vergewaltigt worden. Anschließend töteten die Angreifer alle Teilnehmer der Feier.

Der Fall hatte im Irak für große Empörung gesorgt. Mehrere Politiker, darunter der schiitische Prediger Muktada al-Sadr, forderten die Todesstrafe für die Angeklagten. Einige der Verdächtigen waren erst vor etwa zwei Wochen gefasst worden. Ihre "Geständnisse" waren anschließend im staatlichen Fernsehen gezeigt worden.