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Inzest-Prozess: Tochter nimmt Vater in Schutz

Inzest-Prozess: Tochter nimmt Vater in Schutz

Zu Beginn des Inzest-Prozesses vor dem Landgericht Memmingen hat der 46-jährige Angeklagte gestanden, dass er mit seiner ältesten Tochter hundertfach Sex hatte und Vater ihrer beiden Söhne ist. "Es tut mir auch leid", sagte er. Zum Sex mit seiner jüngeren Tochter schwieg der Angeklagte. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann sexuellen Missbrauch von Schutzbefohlenen in 96 Fällen und 392 Fälle von Beischlaf zwischen Verwandten vor.

Die heute 24 Jahre alte Tochter nahm ihren Vater in Schutz. Obwohl sie gemeinsam mit ihrer jüngeren Schwester im Prozess als Nebenklägerin auftritt, berichtete sie unter Ausschluss der Öffentlichkeit von einvernehmlichem Sex mit dem 46-Jährigen. Die junge Frau habe ausgesagt, dass sie zu keiner Zeit gezwungen wurde oder dass ihr Gewalt angetan wurde, sagte die Vorsitzende Richterin Brigitte Grenzstein: "Sie hat ihren Vater als liebevollen Vater geschildert, den sie nach wie vor immer noch sehr gerne hat."

Nachdem die jüngere Tochter im November 2010 ihren Vater angezeigt hatte, habe die Familie mit Empörung auf die Vorwürfe der heute 21-Jährigen reagiert - auch die ältere Schwester bezeichnete die Anschuldigungen als Lügengeschichten.