Investitionsbank: Eine Million Euro Hilfe schon angekommen

Das Logo der Investitionsbank Berlin. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
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28. März 2020 - 19:30 Uhr

Die Hilfen für Berliner Unternehmen sind nach Angaben der Investitionsbank Berlin (IBB) bereits in großem Umfang angelaufen. Die IBB vergibt im Auftrag des Landes Zuschüsse für Solo-Selbstständige und Kleinstunternehmer. In einer Kombination von Bundes- und Landesmitteln gibt es Zuschüsse bis 14.000 Euro für Unternehmen bis fünf und 15.000 Euro für Unternehmen mit sechs bis zehn Beschäftigten. Bereits am Freitag haben 110 Personen Mittel in Höhe von rund einer Million Euro auf ihren Konten gehabt, wie die IBB am Samstag mitteilte. Das entspreche durchschnittlich 9000 Euro pro Antrag. Am Montag sollen weitere Gelder in Höhe von über 40 Millionen Euro an mehrere Tausend Personen angewiesen werden.

Die Nachfrage nach den Darlehen im Rahmen des "Soforthilfe Pakets I" ist nach Angaben der IBB deutlich größer als erwartet. "Wir haben bisher 836 vollständig eingereichte Anträge mit einem beantragten Volumen von 152 Millionen Euro erhalten", so Jürgen Allerkamp, Vorsitzender des Vorstands der IBB. "Damit erreichen wir innerhalb einer Woche das Kreditvolumen, das wir sonst innerhalb eines halben Jahres erzielen." Das Land hat der IBB zufolge einen Kreditrahmen für bisher gesunde Unternehmen in Höhe von 100 Millionen Euro beschlossen und eine Erhöhung auf 200 Millionen in Aussicht gestellt.

Wenn alle Anträge, die momentan in Bearbeitung seien, bewilligt würden, beliefe sich das Volumen der IBB zufolge auf mehr als 300 Millionen Euro. Deshalb setzt die Investitionsbank nach eigenen Angaben die Annahme weiterer Anträge aus, um mit den Senatsverwaltungen für Wirtschaft, Energie und Betriebe sowie Finanzen das weitere Vorgehen zu beraten. Alle eingegangenen Anträge würden jedoch bearbeitet.

Quelle: DPA