Interview mit Esa-Experten: Meteoriten-Vorhersage so gut wie unmöglich

15. Februar 2013 - 18:14 Uhr

Kein Zusammenhang mit dem Asteroiden

Bei einem Meteoritenregen in Russland sind viele Menschen verletzt worden. Gesteinsbrocken fielen wie Feuerbälle auf die Erde und die Druckwelle zerstörte Fensterscheiben. Ein Zusammenhang zwischen den Einschlag am Uralgebirge und dem Asteroiden, der heute Abend knapp an der Erde vorbeirasen wird, gibt es der europäischen Weltraumagentur Esa es nicht.

Esa Meteorit Weltraumbehörde
Rainer Kresken von der Esa aus Darmstadt

Haben Esa-die Experten mit diesem Meteoriteneinschlag gerechnet? Und handelte es sich dabei möglicherweise nur um den Beginn einer Serie von Einschlägen? Esa-Sprecher Rainer Kresken hält das für "sehr unwahrscheinlich".

Vorhersagen lassen sich derartige Meteoriteneinschläge nur, wenn die Teile groß genug seien, erklärt der Experten die Schwierigkeiten, solche Ereignisse vorherzusagen. "Diese Objekte sind in der Regel zu klein", erläutert er. Dazu müssten sie mindestens so groß sein "wie ein Bus", so Kresken.

Im Interview erklärt er ferner, was die Esa unternimmt, um Himmelskörper wie Asteroiden gezielt erfassen zu können.