Internationaler Handel mit Anabolika aufgedeckt

13. Februar 2016 - 5:00 Uhr

Der Stoff wurde im Internet vermarktet, über anonyme Firmen vertrieben und von Hobbysportlern geschluckt oder gespritzt: Dopingmittel im Wert von zwei Millionen Euro haben Ermittler des österreichischen Bundeskriminalamtes in Zusammenarbeit mit dem Bundeskriminalamt in Wiesbaden sichergestellt. Bei der international angelegten Operation 'Sledge-Hammer' in Österreich und Deutschland wurden eine vierköpfige Tätergruppe aus Österreich sowie Geschäftspartner in Deutschland enttarnt. Das sagte der Leiter des Büros für Suchtmittelbekämpfung im österreichischen Bundeskriminalamt, Andreas Holzer.

In Hessen hoben die Ermittler ein Großlager des Untergrundlabors 'International Pharmaceuticals' mit Anabolika, Hormonpräparaten und Stimulanzien im Wert von einer Million Euro aus. Insgesamt wurden bei den seit 2009 laufenden Ermittlungen 25 Beteiligte festgenommen. Als Haupttäter sitzen zwei Österreicher und ein Deutscher in Untersuchungshaft. Zwei der Festgenommenen gestanden, das in der Szene als "Dopinganleitung" bekannte Buch 'Das Schwarze Buch - Anabole Steroide' verfasst zu haben. Der über Internet-Plattformen agierende Handel zielte auf Konsumenten im privaten Bereich, sagten die Ermittler.