Interaktive Karte zu Corona-Neuinfektionen

Grund zur Hoffnung? Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt langsam

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16. Januar 2021 - 13:29 Uhr

Von der 50er-Inzidenz noch weit entfernt

Bewegt sich die Corona-Kurve nun endlich in die richtige Richtung? Bundesweit ist die 7-Tage-Inzidenz zumindest in den vergangenen Tagen nach RKI-Daten vom Freitag leicht gesunken. Trotzdem liegen die Werte noch weit entfernt vom Ziel der Bundesregierung, die Inzidenz auf unter 50 zu drücken und zwischen den einzelnen Bundesländern klaffen weiterhin massive Unterschiede. In Thüringen und Sachsen etwa, liegt der Inzidenz-Wert noch immer weit über 200, Bremen hingegen befindet er sich seit einigen Tagen deutlich unter der Hunderter-Marke.

Wie sich die Infektionslage in Ihren Landkreis aktuell entwickelt, sehen Sie anhand unserer interaktiven Karte.

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Corona-Maßnahme: Einschränkung des Bewegungsradius in Super-Hotspots

Wer im Hotspot lebt, soll sich künftig nur noch 15 Kilometer von seinem Wohnort entfernen dürfen. Darauf haben sich Bund und Länder geeinigt. Entscheidender Richtwert dafür ist die Sieben-Tage-Inzidenz. Liegt diese über 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, soll nun die Einschränkung des Bewegungsradius greifen. Wer den Radius von 15 Kilometern rund um seinen Wohnort trotzdem verlässt, braucht einen triftigen Grund. Ob Ihr Landkreis droht, zum Super-Hotspot zu werden, sehen Sie anhand unserer interaktiven Karte.

Was genau meint die Sieben-Tage-Inzidenz?

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist nichts anderes als die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen innerhalb der vergangenen sieben Tage. Während bislang vor allem darauf geachtet wurde, ob Städte oder Landkreise die Inzidenz von 50 übersteigen, ist nun noch ein weiterer Inzidenzwert hinzugekommen: Ab einer Inzidenz von mehr als 200 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner gilt eine Region als "Super-Hotspot". Sprengt ein Kreis diesen Wert, sollen innerhalb von einer Woche schärfere Maßnahmen eingeführt werden. Nach aktuellem Beschluss gehört auch die Einschränkung des Bewegungsradius auf 15 Kilometer rund um den eigenen Wohnort dazu.

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Neuer Inzidenzwert zeigt "Super-Hotspots"

Nachdem die meisten deutschen Regionen in den Sommermonaten kaum noch neue Infektionen zu verzeichnen hatten, kam es im Herbst und Winter wieder zu rasant steigenden Ansteckungsfällen. Grund dafür, so vermuten viele Experten, waren nach der Ferienzeit zunächst Urlaubsrückkehrer und lokale Ausbrüche durch private Feiern. Aber wie sieht es momentan aus?

Städte und Kreise, in denen die Zahl der aktuellen Fälle nahe Null oder auf Null gefallen ist, sind grün gefärbt.

Eine graue Färbung entspricht einem Sieben-Tage-Inzidenzwert von unter 25.

Die Regionen, in denen in den vergangenen sieben Tagen über 25 neue Coronavirus-Fälle aufgetreten sind, erscheinen braun.

Bei über 35 neuen Fällen erscheinen sie in Orange.

Kreise, in denen die Zahl der aktuellen Neuinfektionen über der Obergrenze von 50 liegt, sind in der Grafik hellrot hinterlegt. Bis zu einer Inzidenz von 50 sind die Gesundheitsämter gut in der Lage, die Nachverfolgung der Kontakte zu gewährleisten. Ab einer Inzidenz von 50 gilt eine Region als Corona-Risikogebiet.

Rot sind die Kreise, wenn der Inzidenzwert über 100 liegt.

Erst später hinzugekommen ist die Inzidenz-Grenze von 200. Liegt ein Kreis über diesem Wert, ist er auf der Karte in Dunkelrot gefärbt.

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*Die interaktive Karte basiert auf den vom Robert Koch-Institut (RKI) jeweils um Mitternacht veröffentlichten Fallzahlen inklusive Inzidenz-Berechnung. Die Grafik wird täglich aktualisiert. Ausgangspunkt zur Berechnung der aktuell Infizierten ist die Zahl der laborbestätigten Infektionsfälle.

Die Daten geben das aktuelle Lagebild wieder, so wie es sich für die Behörden in Deutschland darstellt. Die tatsächliche Zahl der Infektionsfälle (also nachgewiesene Ansteckungen plus Dunkelziffer) wird sich erst zu einem späteren Zeitpunkt erfassen lassen.​