Insektenstiche zuordnen

Wurde ich von einer Kriebelmücke gebissen?

Die Kriebelmücke sticht nicht, sondern beisst.
© iStockphoto, Henrik_L

06. August 2020 - 14:58 Uhr

Hitzewelle in Deutschland - und die (Kriebel-)Mücken sind in Turbo-Stechlaune

Mücken, Wespen, Zecken: Sie alle mögen es muckelig warm. Deshalb vermehren sie sich gerade wie verrückt. Und vor allem die Mücken sind im Turbo-Stechmodus. Dabei breitet sich auch eine besonders unangenehme Mückenart hierzulande aus. Und zwar eine, die nicht sticht, sondern beißt: die Kriebelmücke. Ihr Biss kann nicht nur starke Schwellungen verursachen, sondern sogar Blutvergiftungen auslösen! Wir erklären Ihnen, wie Sie erkennen, ob Sie von einer "normalen" Mücke oder einer Kriebelmücke gestochen – bzw. gebissen – wurden, und welche Insektenstiche außerdem gefährlich werden können.

Daran erkennen Sie, welches Insekt Sie gestochen hat

Bei manchen Krabbeltieren kann dies auch richtig gefährlich werden: Man wurde gestochen und entdeckt einen roten Punkt oder eine rote Stelle, weiß aber nicht, von welchem Insekt der Stich stammt: Mücke, Floh, Zecke oder Kriebelmücke? Während Sie die Stiche von Mücken relativ leicht als solche erkennen, sieht das bei den Stichen anderer Insekten und Spinnentiere nämlich oft anders aus. Wissen Sie beispielsweise, wie ein Flohbiss aussieht? Würden Sie den Stich einer Grasmilbe erkennen? In unserem Video finden Sie Bilder der häufigsten Stiche und Bisse unliebsamer Tiere.

Kriebelmücken-Bisse können richtig schmerzhaft sein

Kriebelmuecke
Kriebelmuecke
© Prof. Heinz Mehlhorn, Uni Düsseldorf

Der Stich einer Kriebelmücke fällt vergleichsweise klein aus. Er sieht aus wie ein sehr kleines Muttermal. Allerdings kann der Stich auch einen enormen Juckreiz und Schwellungen auslösen. Warum Ärzte sogar vor den Gefahren durch Stiche von Kriebelmücken warnen, erfahren Sie hier. 

Mückenstiche schwellen nicht bei jedem an

Mückenstiche sind kleine, runde und rote Punkte. Sie können anschwellen und jucken, das ist aber von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Wurde die Mücke beispielsweise während des Blutsaugens unterbrochen, kann sich der Stich auch als ein kleiner, roter Punkt zeigen.

So schützen Sie sich vor Mückenstichen

Viele Mückenarten sind nachtaktiv und fühlen sich besonders in feucht-warmem Klima wohl. Vor allem in der Dämmerung und am Abend sollten Sie nicht bedeckte Hautstellen mit Insektenschutzmitteln einsprühen. Am effektivsten sind Mittel, die DEET* 🛒 oder Icaridin* 🛒 enthalten. Gegen akuten Juckreiz helfen elektronische Stichheiler wie der bite away* oder Fenistil-Gel*.

Welche Insektenbisse und -stiche sind besonders gefährlich?

Doch nicht nur Kriebelmücken, auch andere Insektenarten können uns Menschen gefährlich werden. Im Video erklärt Jonas Schmidt-Chanasit, Mücken-Experte vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg, um welche Arten es sich dabei handelt und was Sie tun können, um mich gegen die Blutsauger und anderen Plagegeister zu schützen.

Flohbisse jucken so richtig

Ein roter Punkt inmitten einer geröteten, kreisförmigen Hautstelle deutet auf einen Flohbiss hin. Außerdem ist ein sehr starker Juckreiz typisch für Flohbisse. Am häufigsten beißen Flöhe an den Beinen oder Knöcheln – Flohbisse sind nicht zu übersehen.

Zeckenbisse sind besonders gefährlich, weil sie kaum zu erkennen sind

Wer von einer Zecke gebissen wurde, muss diese in der Regel erst einmal entfernen. Auf einen Zeckenbiss weist eine randbetonte Rötung der Haut hin, die sich nach etwa 3-5 Tagen um wenige Millimeter pro Tag ausbreiten kann.

Zecken zum Beispiel lauern häufig im Gras. Wer vor allem in Süddeutschland in T-Shirt und kurzen Hosen wandern oder spazieren geht, sollte seine Arme und Beine deshalb regelmäßig kontrollieren. Zecken können nämlich die gefährliche Krankheit Borreliose übertragen. Deshalb ist es wichtig, Zecken so schnell wie möglich zu entfernen.

Voraussetzung dafür ist, dass Sie eine Zecke auch als solche erkennen. Vor allem Urlauber, in deren Heimatregion Zecken nicht verbreitet sind, haben dabei häufiger Schwierigkeiten. Suchen Sie bei Unsicherheiten einen Arzt auf.

Grasmilben beißen uns in die Füße

Der Biss einer Grasmilbe kann sich bläulich färben.
Biss einer Grasmilbe.
© Prof. Heinz Mehlhorn, Uni Düsseldorf

Der Biss einer Grasmilbe äußert sich als größerer, rötlicher oder auch bläulicher Fleck. Die Bisse können Quaddeln hervorrufen und mit wochenlang anhaltendem Juckreiz einhergehen. Grasmilben legen ihre Eier im Gras ab. Die Milbenlarven schlüpfen im Sommer, und beißen Menschen und Tiere dann am häufigsten in die Füße.

Das hilft gegen den Juckreiz von Insektenstichen

Gel der Aloe vera Pflanze hilft gegen den Juckreiz von Insektenstichen.
Gel der Aloe vera Pflanze hilft gegen den Juckreiz.

Gegen den nervigen Juckreiz und die Schwellung hilft kühlendes Gel, beispielsweise von der Aloe vera Pflanze. Welche Hausmittel bei Stichen auch helfen, erfahren sie hier.

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