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Insektenforscher stellen Plan gegen Insektensterben vor

Wildbiene
Eine Wildbiene sitzt in einer Wiese auf einer Blume. Foto: Sebastian Gollnow/Archiv © deutsche presse agentur

Beim internationalen Insektenschutzsymposium am Naturkundemuseum Stuttgart am Freitag haben Forscher einen Neun-Punkte-Plan gegen das Insektensterben vorgestellt. Darin fordern sie unter anderem das Einschränken des Pestizideinsatzes und die Extensivierung der Landwirtschaft, beispielsweise durch Kopplung der EU-Agrarsubventionen an ökologische Leistungen.

Des Weiteren sollte es eine Forschungs- und Bildungsoffensive geben, da die Artenkenntnisse in der Bevölkerung zu gering seien. Zusätzlich fordern sie, dass Wildbienen einen höheren Schutzstatus erhalten. Weitere Punkte des Planes: Naturschutzgebiete pflegen und mehr Lebensraum schaffen beispielsweise durch mehr heimische Blütenpflanzen.

Der Neun-Punkte-Plan werde in den nächsten Wochen an die Agrar-, Umwelt- und Bildungsministerien des Bundes und der Länder gesendet.

Der starke Rückgang von Insekten in Mitteleuropa erreiche Ausmaße mit unabsehbaren Folgen für Ökologie und Ökonomie, warnen Insektenforscher. Wenn es keinen Lebensraum mehr für Wildbienen und Co. gibt, werden Nutzpflanzen nicht mehr ausreichend bestäubt.

Rund 70 Prozent der in Deutschland lebenden Tierarten sind Insekten. Als Hauptursache für Insektensterben gilt der Verlust von Lebensräumen und Nahrungsgrundlagen, etwa durch intensive Landwirtschaft und Bebauung.


Quelle: DPA

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