Mädchen und junge Frauen sollten mehr Wert auf ihre „innere Schönheit“ legen

Melisa (20) will als erste Frau ungeschminkt „Miss England“ werden

Die ungeschminkte Wahrheit: Melisa Raouf hat als erste Schönheitskönigin in der 94-jährigen Geschichte des "Miss England"-Wettbewerbs ohne Make-up an der Wahl teilgenommen.
Die ungeschminkte Wahrheit: Melisa Raouf hat als erste Schönheitskönigin in der 94-jährigen Geschichte des "Miss England"-Wettbewerbs ohne Make-up an der Wahl teilgenommen.
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Schönheitswettbewerbe: Das bedeutet Glamour, Glitzer – und für die jungen Frauen, eine dicke Schicht Make-up zu tragen. Eine Kandidatin der derzeitigen „Miss England“-Wahl will das jetzt ändern: Sie möchte den Titel – ganz ohne Make-up. Und ermutigt alle Frauen, selbst zu wählen und ihre innere Schönheit zu betonen.

Erste Frau, die ungeschminkt „Miss England“ wird?

Die 20-jährige Studentin Melisa Raouf aus dem Süden Londons ist auf einer Mission: Sie möchte die erste Frau sein, die den Titel der „Miss England“ ergattert – und das ganz ohne Schminke und Make-up im Gesicht. Genau das ist sogar schon Teil des Contests: Die sogenannte „Bare-Face“-Runde des Wettbewerbs hat sie gewonnen – und sich damit ihren Platz im Finale am 17. Oktober gesichert. Dort benutzte sie nur Gesichtswasser, Feuchtigkeitscreme und Lippenbalsam – diese Produkte sind in dieser Runde erlaubt.

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Aber jetzt will sie noch weiter gehen: Denn die früheren Gewinnerinnen dieser speziellen Runde haben für das Finale alle wieder Make-up getragen. Melisa wird das nicht tun. Sie sagt der BBC: „Ich wollte beweisen, dass wir eine Wahl haben, wir müssen kein Make-up tragen, wenn wir es nicht wollen.“ Damit nicht genug: Sollte sie das „Miss England“-Finale gewinnen und sich damit für den „Miss World“-Wettbewerb qualifizieren, will sie auch dort kein Make-up benutzen – in der Hoffnung, „die Welt zu inspirieren“.

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Sie schätzt Make-up als eine Form von Kunst - um das Aussehen zu unterstreichen

Raouf lehnt Make-up nicht grundsätzlich ab. „Ich schätze Make-up als eine Form von Kunst und Kreativität“, sagte sie dem britischen Sender. „Es ist in Ordnung, Make-up zu tragen, um sein Aussehen zu unterstreichen oder für besondere Anlässe, aber es sollte uns nicht definieren. Es geht um die eigene Entscheidung. Ich will beweisen, dass man sich nicht schminken muss, wenn man es nicht will.“

Wie viele ihrer Altersgenossinnen begann auch sie als Teenagerin, sich zu schminken. „Sehr unsicher“ sei sie gewesen und habe festgestellt, dass sich der ständige Vergleich mit dem „unrealistischen Schönheitsideal“ in den sozialen Medien negativ auf ihre psychische Gesundheit ausgewirkt habe. „Ich fühlte mich nie wohl in meiner Haut“, erzählt sie dort.

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Erst als sie älter wurde, gewann sie wieder an Selbstvertrauen – und sie glaubt, dass die Teilnahme am Schönheitswettbewerb dieses Selbstvertrauen gestärkt hat. „Lange Zeit hatte ich das Gefühl, dass ich ohne Make-up nie vollständig war. Erst in jüngster Vergangenheit habe ich akzeptiert, dass mein inneres Selbstvertrauen immer viel stärker strahlen wird als viel Make-up, und das war sehr befreiend“, schreibt sie bei Instagram.

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„Wenn du so viel Make-up trägst, versteckst du dich nur“

Jetzt möchte sie bewirken, dass Mädchen und junge Frauen mehr Wert auf ihre „innere Schönheit“ legen, anstatt sich mit anderen zu vergleichen. „Wenn du so viel Make-up trägst, versteckst du dich nur. Wenn man all diese Schichten entfernt, sieht man, wer man wirklich ist“, fügt sie hinzu.

Seit der „Bare-Face“-Runde ist Raouf in den sozialen Medien regelrecht mit positivem Feedback überschüttet worden. „Ich habe von Mädchen aller Altersgruppen, von Frauen in ihren 40ern und 50ern gehört, dass sie sich in ihrer eigenen Haut wohler fühlen“, sagt sie. (ija)