Innenministerin ruft zu stärkerer Digitalisierung auf

Sabine Sütterlin-Waack (CDU), Innenministerin von Schleswig-Holstein, sitzt in ihrem Büro. Foto: Frank Molter/dpa/Archivbild
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30. Juni 2020 - 17:51 Uhr

Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack (CDU) hat für eine verstärkte Digitalisierung in den Kreisen, Städten und Kommunen des Landes geworben. Als Kommunalministerium unterstütze ihr Haus die Digitalisierung der Kommunen bei der Sicherung der Daseinsvorsorge mit Hilfe digitaler Techniken, sagte die Ministerin am Dienstag in Süderbrarup (Kreis Schleswig-Flensburg). "Was dem Bund seine Smart City oder seine Smart Region, ist uns dat CleverDörp. Egal, wie wir es nennen: Die in der Digitalisierung liegenden Chancen gerade für den ländlichen Raum sind enorm." Ihr gehe es darum, die Chancen der Digitalisierung für jeden einzelnen Menschen herauszuarbeiten.

"Digitalisierung ist ja kein Selbstzweck." Sie könne vielmehr beispielsweise Menschen ohne eigenes Auto Mobilität ermöglichen. Smarte Straßenlaternen sorgten energiesparend dann für Licht, wenn es gebraucht werde, und über digitale Marktplätze könnten sich lokale Geschäfte sowie Dienstleister direkt mit ihren Kunden vernetzen, nannte die Ministerin weitere Beispiele. "Nicht zuletzt können wir auch hoch qualifizierte Heimarbeitsplätze im ländlichen Raum schaffen."

Ende vergangenen Jahres hatte das Innenministerium einen Wettbewerb für Digitale Modellkommunen in Schleswig-Holstein gestartet. Die Siegerinnen und Sieger des Wettbewerbes sollen während der Digitalen Woche am 8. September 2020 in Kiel offiziell vorgestellt werden.

Quelle: DPA