"Freunde, ich hab die Scheiße im Griff - also hin und wieder mal"

Ines Anioli bedankt sich für Solidarität und Unterstützung

Ines Anioli bedankt sich bei ihren Followern für deren Unterstützung.
Ines Anioli bedankt sich bei ihren Followern für deren Unterstützung.
© picture alliance

30. September 2021 - 21:03 Uhr

Ines bekam Hassnachrichten, aber auch viel Support

Podcasterin und Comedian Ines Anioli hat viele Hassnachrichten bekommen, nachdem sie öffentlich gemacht hat, von einem Ex-Freund während ihrer Beziehung sexuell bedrängt worden zu sein und ihn deshalb angezeigt hat. Doch es gab auch viel Solidarität für die 34-Jährige. Bei Instagram wendet sich Ines jetzt an alle, die sie unterstützt haben – und zeigt, dass sie zumindest ihren Humor nicht verloren hat.

„Danke für die Solidarität und die Unterstützung. Nicht nur für mich, sondern für alle Betroffenen“

Zu einem Foto, auf dem Ines einen Hundekot-Beutel hochhält, schreibt sie: "Freunde, ich hab die Scheiße im Griff - also hin und wieder mal. Aber mal ernsthaft: Danke! Danke für die Solidarität und die Unterstützung. Nicht nur für mich, sondern für alle Betroffenen." Es sei immer noch schwer, die richtigen Worte zu finden. "Irgendwie ist es allgemein schwer, das zu sagen, damit man das Richtige vermittelt. So sehr man kämpft, helfen und aufklären möchte, gibt es immer diese lauten Stimmen, die einen zu Boden stürzen wollen. Und, glaubt mir, ich hab schon in dem ein oder anderen Sumpf gehangen und war mir sicher, zu ersticken", erklärt die Podcasterin.

Aber sie habe "großartige Freunde, die wohl beste Therapeutin, nie müde gewordene Helfer*innen und euch starken Unterstützer*innen", die ihr beistehen: "Keine Ahnung wie viel Scheiße mich demnächst noch erwartet, aber vielleicht ermutigt oder hilft euch meine Geschichte nicht aufzugeben".

Passend dazu postet sie hinter dem Hundekot-Foto noch ein Mini-Video, in dem sie zeigt, dass ihr ein Vogel auf die Schulter gemacht hat. "Ich sehe das als was Positives", sagt Ines.

Mehrere Frauen werfen Luke Mockridge sexualisierte Gewalt vor

Schon länger wurde gemunkelt, dass es sich bei besagtem Ex-Freund, mit dem Ines nach eigenen Angaben eine "toxische Beziehung" geführt haben will, um TV-Comedian Luke Mockridge handeln soll. Der 32-Jährige hatte sich vor einigen Wochen mit einem Video bei Instagram gemeldet und darin erklärt, dass eine Ex-Freundin ihn wegen versuchter Vergewaltigung angezeigt habe. Luke dementierte diese Anschuldigung. Das Verfahren wurde eingestellt.

Zunächst hatte Luke Mockridge geplant, seine Auszeit 2022 zu beenden und mit einer neuen TV-Show bei SAT.1 ein Comeback zu feiern. Nachdem ein "Spiegel"-Artikel erschienen war, indem mehrere Frauen dem Comedian sexualisierter Gewalt vorgeworfen haben, änderte Luke seine Pläne: "Aufgrund der aktuellen Berichterstattung zu meiner Person werde ich meine Auszeit auf unbestimmte Zeit verlängern. Ich brauche Zeit, Ruhe und Abstand, um zu verstehen, zu lernen und zu heilen."

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