Industrie fürchtet Nachteile für Wirtschaft durch Hanau

Euro-Münzen auf Euro-Banknoten. Foto: Tobias Hase/dpa/Symbolbild
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20. Februar 2020 - 18:00 Uhr

Die deutsche Wirtschaft fürchtet negative Folgen der mutmaßlich rassistischen Gewalttat in Hanau. "Ausländerfeindliche Tendenzen prägen das Bild Deutschlands in aller Welt negativ - und schrecken verständlicherweise gute Fachkräfte ab", sagte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Eric Schweitzer, der "Rheinischen Post" (Freitag). Die deutsche Wirtschaft sei dringend auf qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland angewiesen. 40 Prozent aller neuen Unternehmen würden von Menschen mit Migrationshintergrund gegründet, sagte Schweitzer. "Sie tragen zum Wohlstand des Landes und gesellschaftlichen Zusammenhalt bei."

Deutschland habe sich auch wegen seiner freiheitlichen und demokratischen Gesellschaft so gut entwickelt. "Die deutsche Wirtschaft stemmt sich gegen alles, was Hass und Gewalt schürt", betonte Schweitzer. "Weltoffenheit, Toleranz und grenzüberschreitender Austausch zahlen sich nicht nur in der Handelsbilanz aus. Sie sind zentrale Werte unseres auf Zusammenarbeit, Kreativität und Entfaltung angelegten Wirtschafts- und Gesellschaftsmodells."

Quelle: DPA