Indonesier (18) trank nur Meereswasser

Schiffbrüchiger klammert sich zwei Wochen an Holzplanke – und wird gerettet

Eine Holzbrett, an das er sich zwei Wochen lang klammerte, war für einen 18-Jährigen die Rettung (Symbolbild).
Eine Holzbrett, an das er sich zwei Wochen lang klammerte, war für einen 18-Jährigen die Rettung (Symbolbild).
© imago images/Westend61, Konstantin Trubavin via www.imago-images.de, www.imago-images.de

26. März 2021 - 17:46 Uhr

Indonesien: Sechs weitere Fischer offenbar tot

Ein Indonesier hat sich zwei Wochen lang auf hoher See nur an eine Holzplanke geklammert und wie durch ein Wunder überlebt. Muhammad Kartoyo ist am Dienstag er in der Nähe der Insel Sulawesi entdeckt und gerettet worden. Sechs weitere Fischer, die gemeinsam mit dem 18-Jährigen gekentert waren, sind offenbar tot.

Muhammad Kartoyo (18) sei noch sehr schwach

Die sieben Fischer seien vor etwa 14 Tagen vor der Küste Balis unterwegs gewesen, erklärte ein Sprecher der Rettungsdienste von Bali. Ein Schiff rammte ihr Boot, das daraufhin kenterte. Die anderen Fischer klammerten sich zunächst auch an die Planke, seien aber wahrscheinlich nach und nach ertrunken, so Sprecher Krisna Maharta. Bislang wurde nur eine Leiche geborgen, fünf weitere Männer werden noch vermisst. Als andere Fischer den 18-Jährigen vor Sulawesi entdeckten, hielt er sich noch immer an dem Holzbrett fest. Es war der letzte Rest, der von seinem Boot übrig war – und seine Rettung.

Der 18-Jährige habe Meereswasser getrunken, um zu überleben, erzählte seine Schwester lokalen Medien. "Meine Familie und ich waren schockiert, weil sein Gesicht so verbrannt ist. Er ist normalerweise sehr hellhäutig", erklärte die Frau gegenüber der Nachrichtenseite Tribunjateng.com. Muhammad Kartoyo sei noch sehr schwach und habe noch nicht über das Unglück gesprochen. "Unsere ganze Familie ist sehr dankbar, dass mein Bruder in Sicherheit ist, aber wir sind auch traurig, dass seine Freunde nicht gefunden wurden."