Indonesien: Mindestens 14 Tote bei Erdbeben auf Urlaubsinsel Lombok

29. Juli 2018 - 19:32 Uhr

Viele Menschen im Schlaf überrascht

Dramatische Szenen auf der indonesischen Urlauberinsel Lombok: Bei einem Erdbeben der Stärke 6,4 sind am Sonntag mindestens 14 Personen ums Leben gekommen. Es wird befürchtet, dass die Opferzahlen noch steigen werden, da viele Menschen im Schlaf überrascht wurden. Wie die Lage auf der bei deutschen Touristen sehr beliebten Insel ist, erfahren Sie im Video. 

Die meisten Todesopfer sind Einheimische

"Ich war gerade auf dem Feld, als ein tiefes Grollen aus Osten auf uns zukam. Dann bebte die Erde auch schon", berichtet Reisbauer Bahasa Syafrudinm. Unter den Toten auf Lombok ist nach Angaben der Behörden mindestens eine Touristin. Dabei handelt es sich um eine 30 Jahre alte Frau aus Malaysia, die auf einer Wanderung war. Die meisten Todesopfer sind jedoch Einheimische, die in den Trümmern ihrer Häuser starben. Dazu wurden 162 Menschen verletzt und rund 1000 Häuser beschädigt.

Da die betroffenen Gebiete verhätnismäßig schwer zu erreichen sind, rechnen Einsatzkräfte mit weiteren Todesopfern. "Es war ein sehr starkes Beben", sagte Gouverneur Zainul Majdi. Hinweise auf Deutsche unter den Opfern gab es zunächst keine. Aus dem Auswärtigen Amt hieß es, die Botschaft in Jakarta bemühe sich "mit Hochdruck um Aufklärung". Auch auf der Nachbarinsel Bali war das Erbeben zu spüren, Urlauber rannten in Panik aus ihren Hotels. Größere Schäden gab es dort aber wohl nicht.