Raumfahrtbehörde meldet technisches Problem

Weniger als eine Stunde vor Start: Indien bläst Mondmission ab

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16. Juli 2019 - 10:02 Uhr

Mission muss erneut verschoben werden

Indien will seit Langem mit der unbemannten Raumsonde "Chandrayaan-2" auf dem Mond landen. Immer wieder musste die Mission verschoben werden. Am Montagmorgen sollte es dann soweit sein, doch auch dieser Versuch scheiterte kurz vor dem Start. Eine Stunde, bevor die Sonde abheben sollte, sei ein Problem festgestellt worden, teilte die Raumfahrtbehörde Isro mit.

Neues Datum wurde nicht genannt

ARCHIV - 20.07.1969, ---, Mond: HANDOUT - Apollo 11-Astronaut Edwin «Buzz» Aldrin steht neben der US-Flagge auf dem Mond. (zu dpa "Zurück zum Mond: Wiedersehen nach 50 Jahren?") Foto: Nasa/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung und nur mit
Vor ziemlich genau 50 Jahren fand die Mondlandung von "Apollo 11" statt.
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Wäre die Mission geglückt und ein Modul wie geplant auf dem Mond aufgetroffen, wäre Indien das vierte Land gewesen, das nach den USA, der ehemaligen Sowjetunion und China eine weiche Mondlandung geschafft hätte. Ein neues Datum für einen Start wurde zunächst nicht genannt.

Die geplante und jetzt erneut verschobene Mission, deren Name auf Sanskrit "Mondfahrzeug" bedeutet, ist bereits die zweite von Indien in Richtung Erdtrabant. Die erste Mondsonde des südasiatischen Landes, "Chandrayaan-1", startete 2008 und umkreiste den Mond, ohne aber auf ihm zu landen.

Der neue Wettlauf zum Mond

Fast 50 Jahre lang hat der Mond niemanden interessiert, kein Raumschiff ist mehr gelandet, kein Mensch ausgestiegen. Jetzt auf einmal wollen aber alle wieder hin: Die USA, China, Russland, Israel, Indien, dazu noch ein paar private Raumfahrtfirmen. Eine von ihnen: "Blue Origin". Das Unternehmen gehört Jeff Bezos, dem Chef von Amazon und dem dadurch reichsten Mann der Welt. Was alle dort oben wollen, zeigt die 30-minütige Monddoku "Wettlauf zum Mond" auf TVNOW.