28. Juni 2019 - 11:48 Uhr

Fotofalle erwischt ihn

An der österreichisch-bayerischen Grenze in Tirol wurde ein Braunbär durch eine Wildtierkamera fotografiert. Sollte er die Grenze überqueren, wäre er der zweite Bär seit 183 Jahren, der in Bayern frei herumstreift. Zuletzt wurde der berühmte Problembär Bruno im Jahr 2006 in Bayern gesehen.

20 km vor bayerischer Grenze geknipst

Im Klausenwald im Gemeindegebiet Reutte in Tirol tappte ein junger Braunbär in eine Fotofalle. Knapp zwei Wochen vorher wurde schon ein Bär in Pitztal geknipst - wahrscheinlich handelt es sich um denselben Bären. Die Grenze zu Deutschland ist nur knapp 20 Kilometer entfernt und ein junger Bär kann theoretisch 30 bis 40 Kilometer pro Tag zurücklegen.

Sollte er weiter über die Grenze nach Bayern wandern, wäre er der zweite Bär seit 183 Jahren, der in Bayern frei herumläuft. Zuletzt machten die Bayern eher schlechte Erfahrungen mit wilden Bären. Bruno, der 2006 für viel Aufsehen sorgte, hatte wenig Scheu vor dem Menschen. Er fraß alles, was er fand - auch Schafe und Kaninchen.

Bär soll ungefährlich sein

Vom aktuellen Bären sollte allerdings keine Gefahr für den Menschen ausgehen - auch wenn er in einem Wandergebiet unterwegs ist. Es sieht so aus, als habe er natürliche Scheu vor Menschen. Er soll sich nur abends langsam und unauffällig fortbewegen.