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In Pappkarton zum Sterben zurückgelassen: So geht es Orang-Utan-Baby Gito heute

In Pappkarton zum Sterben zurückgelassen: So geht es Orang-Utan-Baby Gito heute

Orang-Utan-Baby knapp dem Tod entronnen

Selbst die erfahrensten unter den Tierschützern waren damals geschockt über den Zustand von Orang-Utan-Baby Gito. Sein Besitzer hatte ihn offenbar monatelang in einem kleinen Pappkarton gehalten und schwer vernachlässigt. Gito war wie mumifiziert, wartete nur noch auf den Tod. Doch das Tierkind ist stark - und allmählich erholt es sich von der Tortur.

Mitte Oktober hatten Helfer der International Animal Rescue das Orang-Utan-Baby in ihr Rehabilitation-Center in Ketapang (Borneo) aufgenommen. Gito litt an einer schmerzhaften Hautkrankheit, hatte Durchfall, Haarausfall, war völlig ausgehungert und dehydriert. Sein Besitzer hatte das etwa drei bis vier Monate alte Jungtier nur mit Kondensmilch gefüttert, Gito war deshalb so schwach, dass er nicht aufrecht sitzen konnte. Jede Bewegung bereitete ihm Qualen. Ärzten gelang es kaum, die Arme und Beine aus ihrer starren Haltung zu lösen.

Heute geht es Gito besser. Er spricht sehr gut auf die Behandlung an, wie die Tierschützer berichten. Dank viel liebevoller Zuwendung und Physiotherapie seien seine Glieder wieder beweglicher, die Augen weniger geschwollen und seine Hautkrankheit klinge allmählich ab. Wie toll sich der Kleine entwickelt hat, sehen Sie im Video!

Orang Utan-Baby in Pappkarton zum Sterben zurückgelassen
Der Anblick des kleinen Orang-Utans war selbst für erfahrene Tierretter schwer zu ertragen.
International Animal Rescue/PA

Die 'International Animal Rescue' geht übrigens davon aus, dass Gito seiner Mutter von skrupellosen Tierhändlern entrissen wurde. Möglich sei laut Gitos Tierärztin aber auch, dass er seine Eltern infolge der in Indonesien wütenden Waldbrände verloren hat und anschließend verkauft wurde. Ob Gito körperliche Schäden zurückbehalten wird, können die Ärzte zu diesem Zeitpunkt noch nicht abschätzen.