In Mathis Landwehr steckt mehr als ein Kampfmönch!

2. Mai 2012 - 13:13 Uhr

Mathis Landwehr: Kampfkünstler und Schauspieler in einem!

Die Kampfkünste spielen ja bei Lasko eine wichtige Rolle, aber auch bei dir im richtigen Leben. Wie hältst du dich fit, wie sieht dein Training aus?

Landwehr: "Also ich trainiere immer noch jeden Tag. Ich habe aber mein Training etwas heruntergeschraubt. Ich habe, bis ich Anfang 20 war, auch Turniere gemacht und hab da ein bisschen über die Maßen trainiert, zwei bis drei Trainingseinheiten à 2-3 Stunden – jeden Tag! Jetzt hab ich ein Trainingspensum von ungefähr 2 Stunden pro Tag. Die Kampfkunst bedeutet mir immer noch sehr viel, sie ist immer noch ein wichtiger Teil von mir."

Du lebst als Lasko nach sehr strengen Regeln und nach bestimmten moralischen Wertvorstellungen. Wie nah dran bist du denn im Privatleben an deiner Rolle?

Landwehr: "Also ich denke es gibt auf jeden Fall einige Schnittpunkte, es gibt aber auch einige Unterschiede. Also der größte Unterschied ist, dass ich kein Mönch bin und kein Zölibat lebe. Ich bin auch nicht ganz so mutig wie Lasko. Ich würde bei vielen Situationen, in die sich Lasko hineinmanövriert, lieber zum Handy greifen und die Polizei rufen als da selber ins Kreuzfeuer zu rennen. Aber ich habe hoffentlich wenigstens ein paar Ansätze von ihm."

Ich könnte auch einen Bankdirektor oder einen Liebhaber spielen

Ein Mönch, der der Kampfkünste mächtig ist, passt zu dir als Schauspieler. Könntest du dir auch eine andere Rolle vorstellen, zum Beispiel die eines Liebhabers oder die eines Bankdirektors?

Landwehr: "Ja natürlich, auf jeden Fall. Ich habe sehr große Lust, möglichst bunte Rollenangebote anzunehmen. Ich bin überhaupt nicht auf Action-Rollen festgelegt. Ich bin auch deshalb sehr offen für alles, weil ich schon sehr früh mit dem Theater in Berührung kam und meine Eltern mich sehr früh in die Schauspielkunst eingeführt haben."

Wie sah denn deine schauspielerische Ausbildung damals aus? Du hast dich ja auch viel mit der Kampfkunst beschäftigt.

Landwehr: "Ich habe bis ich 12 oder 13 war sehr viel Theater gespielt, da meine Mutter Bühnenbildnerin ist und mein Vater selber Theaterstücke schreibt. Ich hatte dann von 13 bis 19 Jahren eine sehr intensive Trainingsphase, wo ich mich fast nur auf die Kampfkünste konzentriert habe. Da habe ich gemerkt, dass die Kampfkunst sehr nah auch mit der Schauspielkunst zusammenhängt und es sehr viele Parallelen gibt. Ich habe mit überlegt, ob ich eine Schauspielschule besuchen sollte - nur hätte ich da meine Kampfkunst aufgeben müssen. Also hab ich mir wie in der Kampfkunst auch einen Meister gesucht, also einen Mentor und Lehrer: Wolfgang Wimmer, mit dem ich bis heute sehr viel arbeite und von dem ich immer weiter lerne."

Welche Rolle würdest du gerne mal übernehmen, wenn du die freie Auswahl hättest?

Landwehr: "Ich bin natürlich ein Riesen Martial-Arts-Film-Fan, ich liebe aber auch andere Filme von jedem Genre, die gut sind. Ich bin da wirklich komplett offen. Ein absolute Traumrolle wäre die von Al Pacino oder Robert DeNiro in 'Heat'. In so einem Film einmal mitzuspielen, das wäre unglaublich."

Als Mönch führst du in der Serie ein sehr karges und enthaltsames Leben. Was bedeutet für dich Luxus?

Landwehr: "Luxus ist für mich, dass ich viel Zeit mit meinen Freunden und Familie habe. Und dass ich mir keine Sorgen machen muss, wo ich nachts schlafen kann. Ich fahre kein Auto, ich habe meinen Roller. Ich habe keine große Wohnung, ich wohne mit meinem besten Freund zusammen, das ist auch ein großes Glück. Ich hab eine tolle Beziehung zu meinem Vater, meiner Mutter und meiner Schwester, das ist für mich auf jeden Fall Lebensqualität."