2.000 Kinder warten vergeblich

In Hunsrück-Gemeinde fährt fast kein Schulbus mehr

16. August 2019 - 23:13 Uhr

Stillstand im Busbetrieb

Chaos zum Schulstart: In Kirchberg im Hunsrück ist der Schulbusverkehr zusammengebrochen. Grund ist die Pleite zweier Busunternehmen, wie der Rhein-Hunsrück-Kreis am Donnerstag mitteilte.

Kinder warteten vergebens, Eltern müssen einspringen

Bis zu 2.000 Kinder sind kurz nach Schuljahresbeginn betroffen. Ein Teil von ihnen hat vergeblich an Haltestellen gewartet. Die Eltern sind gebeten worden, die Kinder in "Eigenregie" zu Schule und Kitas zu fahren.

"Der Zustand soll fünf bis sechs Wochen andauern, das ist eine Katastrophe. Ich denke, die Situation ist so, weil europaweit ausgeschrieben wird, es muss Geld gespart werden, es muss alles billig-billig sein und jetzt weiß keiner mehr weiter", erklärt ein betroffener Vater im Interview.

Suche auf leer gefegtem Markt

"Man hat uns zugesichert, dass bis zum 02. September die nötigen Busfahrer zur Verfügung stehen, so das alle Fahrten reibungslos durchgeführt werden können", sagte Marlon Bröhr vom Landrat.

Abgesehen von den beiden Unternehmenspleiten macht der Busfahrermangel dem Rhein-Hunsrück-Kreis zu schaffen. Laut Zilles werben Firmen Busfahrer mittlerweile gezielt im Ausland an. Bei Wohnungssuche und Deutschlernen unterstütze sie der Kreis. Trotzdem gebe es weiterhin Sprachprobleme in den Schulbussen.