In Deutschland leben mehr Menschen mit Migrationshintergrund

Die steigenden Flüchtlingszahlen beeinflussen die Zahl der Menschen mit Migrationshintergrund.
Die steigenden Flüchtlingszahlen beeinflussen die Zahl der Menschen mit Migrationshintergrund.
© dpa, Swen Pförtner

15. November 2014 - 12:51 Uhr

Jeder Fünfte hat einen Migrationshintergrund

Die Zahl der Menschen mit Migrationshintergrund ist in Deutschland weiter gestiegen - vor allem weil mehr Zuwanderer gekommen sind und Migranten Kinder bekamen.

Wie das Statistische Bundesamt berichtete, wuchs die Bevölkerung mit Migrationshintergrund im engeren Sinn im vergangenen Jahr um 3,8 Prozent. "Dies ist der größte Zuwachs gegenüber dem Vorjahr seit Beginn der Erhebung im Jahr 2005", berichtete das Amt auf Basis des Mikrozensus.

2013 lebten in Deutschland nach einer weiter gefassten Definition rund 16,5 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. Das waren 20,5 Prozent der Bevölkerung. Zu diesem weiter gefassten Kreis zählen die seit 1950 Zugewanderten und deren Kinder - auch wenn diese eingebürgert sind und nicht mehr bei den Eltern wohnen - sowie die ausländische Bevölkerung. Eine Prozentzahl nach der engeren Definition - nach der ausgezogene Migrantenkinder nicht mitgezählt werden - lag nicht vor.