In der Nase popeln: Klingt total eklig, ist aber gesund

04. Mai 2017 - 9:30 Uhr

Eigentlich gilt in der Nase bohren als unfein

Dreckig, schleimig und grün sind die unappetitlichen Popel aus unserer Nase. Trotzdem ertappen wir viele dabei, wie sie den Finger in die Nase stecken, manchmal auch uns selbst. Was erstmal abstoßend und eklig klingt, soll aber angeblich gesund sein.

Popeln gegen Karies?

Wie oft wurde uns als Kind gesagt, dass wir ja nicht in der Nase popeln sollen? Und jetzt kommen Forscher daher und sagen genau das Umgekehrte! Amerikanische Wissenschaftler haben nämlich jetzt festgestellt, dass die im Rotz enthaltenen Mucine sogar gut für die Gesundheit sein sollen.

Ein Popel ist getrockneter Nasenschleim und in diesem sollen Schutzfaktoren sein, die gegen bestimmte Bakterien wirken, die wiederum Karies verursachen können. Die Wissenschaftler gehen sogar so weit, dass sie den Nasenschleim sogar künstlich für Zahnpasta oder Kaugummi herstellen wollen. Unser Experte Dr. Specht sieht dies nicht ganz so euphorisch: "Die biologischen, wenn überhaupt vorhandenen, positiven Wirkungen dürften sich eher bei Kindern und Kleinkindern abspielen. Ob Erwachsene überhaupt davon profitieren, ist die große Frage."

Unsere Kleinsten dürfen den Finger also mit gutem Gewissen weiterhin in den Riechkolben stecken.

Im Video können Sie sehen, was Eltern und Kinder von dem vermeintlichen Wundermittel gegen Karies halten.

Sie interessieren sich für weitere Gesundheits-Themen? Die wichtigsten Videos haben wir für Sie im Videoplayer zusammengestellt.