Am Handy der Mutter

In-App-Käufe: Siebenjähriger verzockt rund 2.700 Euro

Ein siebenjähriger Junge hat mit einem Handyspiel rund 2.700 Euro verzockt.
Ein siebenjähriger Junge hat mit einem Handyspiel rund 2.700 Euro verzockt.
© dpa, Robert Michael, ert hkb sab

08. Februar 2021 - 6:51 Uhr

Teures Spielchen

Viele Kinder zocken an den Handys ihrer Eltern: Eine böse Überraschung erlebte dabei die Mutter eines Siebenjährigen, wie die Verbraucherzentrale Niedersachsen am Montag mitteilt. Der Junge hatte bei einem Spiel In-App-Käufe in Höhe von insgesamt 2753,91 Euro vorgenommen. Die gute Nachricht der Verbraucherschützer: Eltern können in so einem Fall das Geld zurückfordern.

Die Kreditkarte macht es möglich

Die Mutter des Siebenjährigen hatte ihm zwar erlaubt, das bunte Online-Game zu spielen und dabei über eine Gutscheinkarte kleinere Summen auszugeben. Die Frau hatte aber nicht mehr in Erinnerung, dass zudem ihre eigene Kreditkarte hinterlegt war. Ihr kleiner Sohn spielte dann heimlich weiter.

Wie Sie und ihre Kinder Abofallen und In-App-Käufe vermeiden können, Sie sehen hier.

Eltern können den Forderungen des Spiele-Anbieters widersprechen

Minderjährige dürfen ohne Erlaubnis der Eltern nur im Rahmen ihres Taschengeldes Käufe tätigen. "Daher lohnt es sich meist, den Forderungen zu widersprechen", sagt die Rechtsexpertin der Verbraucherzentrale, Kathrin Körber. Im Fall des Siebenjährigen hatte die Mutter keinen Vertrag mit dem Spieleanbieter geschlossen. Nach einem Schreiben der Verbraucherzentrale habe das Unternehmen den Großteil der Forderung erlassen - insgesamt 2654,31 Euro, berichtet Körber. Wo genau die Familie in Niedersachsen lebt, sagt sie aus Datenschutzgründen nicht.

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So schützen Sie sich vor In-App-Käufen

Gerade in der Pandemie-Zeit könne sie Eltern verstehen, die - etwa wenn sie selbst im Home-Office arbeiten - ihren Kindern ab und zu ihr eigenes Handy zur Verfügung stellen, sagt die Rechtsexpertin. Allerdings sollten Eltern unbedingt zuvor die Einstellung ihrer Geräte überprüfen. Darauf weisen die Verbraucherschützer anlässlich des Safer Internet Day an diesem Dienstag (9. Februar 2021) hin. Vor ungewollten Kosten können beispielsweise ein Passwortschutz für Käufe oder eine Drittanbietersperre beim Mobilfunkanbieter schützen.

Quelle: DPA / RTL.de