Bayern und Sachsen stellen Allianz vor

10-Punkte-Plan gegen Corona: Söder fordert sofortige AstraZeneca-Verimpfung

02. März 2021 - 9:21 Uhr

Im Video: Markus Söder und Michael Kretschmer betonen Solidarität mit Tschechien

Bayern und Sachsen haben ihre Covid19-Allianz präsentiert. Die beiden Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) und Michael Kretschmer (CDU) erklärten am Montagmorgen einen 10-Punkte-Plan für das gemeinsame Vorgehen gegen die Corona-Pandemie. "Wir müssen jetzt sehr klug abwägen, was wir tun", appellierte Söder an Bund und Länder vor den Verhandlungen über mögliche Lockerungen. Dafür sei auch die komplette Überarbeitung des Impfkonzepts notwendig, so Bayerns Ministerpräsident.

Söder fordert sofortige Verimpfung von AstraZeneca bei Hausärzten

Markus Söder forderte Gesundheitsminister Jens Spahn auf, sofort die Verimpfung von AstraZeneca-Dosen über Hausärzte möglich zu machen. "Wir müssen jetzt mehr Tempo machen", sagte der CSU-Chef. Er betonte, Impfpässe und -nachweise seien absolut sinnvoll.

Hausärzte sowie Betriebs- und Schulärzte sollten die Impfungen durchführen, so Söders Vorschlag. Nach dem aktuellen Priorisierungsmodell sei nur Mangelverwaltung trotz steigender Verfügbarkeit von Impfdosen möglich, erklärte Söder. "So schnell so breit impfen wie möglich", forderte der bayrische Ministerpräsident.

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Bayern und Sachsen unterstützen Tschechien mit Impfstoff und Schnelltests

dpatopbilder - 03.10.2020, Sachsen, Burgstein: Michael Kretschmer (CDU, r), Ministerpräsident von Sachsen, begrüßt an der ehemaligen innerdeutschen Grenze Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern. Anlass ist ein "Einheitsfrühstück" zum Tag de
Markus Söder und Michael Kretschmer, hier beim Tag der Deutschen Einheit
© dpa, Sebastian Kahnert, skh cul

Bayern und Sachsen wollen das Nachbarland Tschechien mit Impfdosen und Schnelltests unterstützen. Dort liegt der landesweite Inzidenzwert aktuell über 700 – einige Grenzregionen sind besonders stark betroffen. Beide Ministerpräsidenten betonten die Notwendigkeit von Unterstützung für die tschechische Grenzregion – auch in einer schwierigen Lage wegen der Impfstoffknappheit und der Ausbreitung von Coronavirus-Mutationen. "Es zeigt eine ganz besondere Haltung, dass man sich nicht vergisst, sondern dass man füreinander da ist", erklärte Kretschmer mit Blick auf Impfstoff-Unterstützung der Bundesländer für das Nachbarland. Tschechien wolle damit unter anderem Pendler impfen, was auch den deutschen Grenzregionen zu Gute käme.

Bayerns Ministerpräsident forderte zusätzliche Impfstoffdosen von der EU und der Bundesregierung für Corona-Hotspots. Damit könne man die Pandemie effektiver bekämpfen, sagte der CSU-Chef. Den 10-Punkte-Plan von Bayern und Sachsen haben wir hier zusammengefasst:

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10-Punkte-Plan von Bayern und Sachsen

  1. Grenzkontrollen – Einreise nur mit negativem Testergebnis
  2. Testkonzepte – Betriebe und Kommunen für "flächendeckende Schnelltests" unterstützen
  3. "Pendlerquarantäne" für Grenzgänger und -pendler
  4. Sequenzierung aller positiven PCR-Tests zum Monitoring auf Virusvarianten
  5. Sicheres Arbeiten – Möglichkeiten für Home-Office und Schnelltests
  6. Hotspot-Regelungen für Städte oder Landkreise mit Inzidenz über 100
  7. Kontaktnachverfolgung – konsequente und kontrollierte Quarantäneanordnungen
  8. "Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser" – Isolation Infizierter und Kontaktpersonen sie Kontrolldruck in Hotspots
  9. Krankenhausversorgung/Lagebild – Gegenseitige Unterstützung im Bedarfsfall, gilt auch für Tschechien
  10. Impfen – vulnerable Personen sollen schnellstmöglich geimpft werden

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