Impfberatung vor Kita: Bald Pflichttermin?

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9. Januar 2015 - 14:43 Uhr

Durch die Impfberatung sollen Impflücken geschlossen werden

Eltern, die planen, ihr Kind in einer Kindertagesstätte anzumelden, sollen angeblich künftig eine verpflichtende Impfberatung wahrnehmen müssen. Dadurch sollen die immer noch bestehenden Impflücken geschlossen werden.

Wie die 'Hannoversche Allgemeinen Zeitung' berichtet, soll ein entsprechender Gesetzentwurf des Bundesgesundheitsministeriums zur verpflichtenden Impfberatung vor Eintritt in die Kita voraussichtlich am 17. Dezember im Kabinett behandelt werden. "Wir wollen damit die Eltern an die Impfempfehlungen erinnern und die Impfraten erhöhen", sagte eine Sprecherin von Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) der HAZ.

Trotz aller Aufklärungskampagnen ist es bislang nicht gelungen, Kinderkrankheiten wie Masern oder Mumps auszurotten. Kinderärzte sehen dies mit Sorge, zumal in Deutschland immer mehr Kleinkinder in Gemeinschaftseinrichtungen betreut werden. Gerade für sie ist das Risiko, an Spätfolgen wie der tödlichen Maserngehirninfektion SSPE zu erkranken, deutlich erhöht.

Kinderärzte begrüßen die Pläne der Regierung. "Das ist ein erster Schritt in die richtige Richtung, um die Impfquoten in Deutschland zu erhöhen", sagte der Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte, Wolfram Hartmann, der Zeitung. Dem Verband gehen die Pläne aber nicht weit genug. Er fordert eine Impfpflicht für alle Kinder, die öffentlich finanzierte Kitas und Schulen besuchen.