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Immobilien- und Mietpreisexplosion: Wohnen wird verdammt teuer!

(Symbolfoto) Wohnungen in Berlin-Kreuzberg.
(Symbolfoto) Wohnungen in Berlin-Kreuzberg. © picture alliance

Mietpreisexplosion: Zahlen haben es in sich

Wohnen wird immer teurer. Das ist das Ergebnis eines Berichts der Deutschen Bank. Darin veröffentlicht der Konzern aktuelle Zahlen zum deutschen Wohnungs- und Häusermarkt – und die haben es in sich. Wegen des großen Angebots auf dem Arbeitsmarkt entsteht gleichzeitig eine hohe Wohnungsnachfrage in deutschen Metropolstädten. Das treibt eben auch die Preise in die Höhe.

Bundesweit fehlen eine Million Wohnungen

Ein Ende des Preisanstiegs für Immobilien ist auch 2018 nicht in Sicht. Wie der Bericht zeigt, bleibt die Nachfrage so hoch, dass bundesweit rund eine Million Wohnungen fehlen. Besonders krass ist das in den Metropolregionen zu spüren. Dort stiegen die Preise von 2009 bis 2017 im Schnitt um 80 Prozent. Kleinstädte haben einen Wohnungspreisanstieg von 60 Prozent zu verzeichnen.

Wo ist es besonders teuer?

ARCHIV - Blick auf eine Häuserzeile im Nordend von Frankfurt am Main, aufgenommen am 10.08.2012. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa  (zu lhe 'Runde Tische zum Thema Wohnen tagen gemeinsam in Frankfurt' vom 06.05.2013) +++(c) dpa - Bildfunk+++
Blick auf eine Häuserzeile im Frankfurter Nordend. Die Banken-Metropole rechnet mit Einwohner-Zuwachs. © dpa, Frank Rumpenhorst

Keine Überraschung: Der Spitzenreiter der Wohnungspreise bleibt München. In keiner anderen Stadt sind Mieten und Immobilien so teuer, wie in Bayerns Landeshauptstadt. Kostprobe gefällig? Quadratmeterpreise außerhalb der Innenstadt liegen aktuell bei 6.370 Euro. Im Vorjahr waren es noch 5.340 Euro. Im europäischen Vergleich ist München die siebtteuerste Stadt. Nur Genf, Lausanne, Basel, Zürich, London und Paris sind teurer.

Aber auch Frankfurt zieht die Wohnungspreise an: 15 Prozent teurer wird es in der 730.000-Einwohner-Stadt. Nicht zuletzt wegen des Brexits profitiert Frankfurt als Bankenstadt von dem Ausstieg Großbritanniens und rechnet mit Einwohner-Zuwachs.

Erschwinglicher ist definitiv Berlin. Aber auch hier ist der Traum von günstigen Wohnungen ausgeträumt. Um rund 10 Prozent stiegen Haus- und Wohnungspreise im Schnitt – und zwar auch in den Berliner Randbezirken. Tendenz steigend.

Wann ist Schluss mit dem Anstieg der Wohnungspreise?

Ein Ende der Preissteigerungen ist erst dann in Sicht, wenn endlich mehr Wohnungsbauten zur Verfügung gestellt würden. Das Problem ist aber, dass Städte mit Genehmigungen und Baumaßnahmen gar nicht hinterherkommen.

Außerdem muss die Nachfrage nach Wohnungen und Häusern nachlassen, damit sich der Markt entspannt. Allerdings prognostiziert der Bericht, dass unter anderem wegen Arbeitsmigration und Einwanderungszahlen mit einem Zuwachs von Einwohnern gerechnet werden muss.

Eine weitere Möglichkeit für ein Ende des Preisanstiegs wäre: Wenn Mieten so hoch ausfallen würden, das sich das Mieten-Kaufen-Gefälle zugunsten der Mieter ausrichtet.

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