'Immerather Dom' in Erkelenz: Greenpeace-Aktivisten verzögern Abriss durch RWE

09. Januar 2018 - 15:41 Uhr

Kirchengebäude ist Wahrzeichen der Region

Ungewöhnliche Bilder machen derzeit das Ausmaß des Braunkohle-Tageabbaus besonders deutlich: Bagger beginnen in Erkelenz damit, eine Kirche abzureißen. Greenpeace-Aktivisten haben die Kirche über Stunden besetzt und damit den Abriss durch den Energiekonzern RWE so verzögert. Das 130 Jahre alte Bauwerk soll weichen, damit RWE im Tagebau an die darunter liegende Braunkohle herankommt. 

Aktivisten ketten sich an Bagger

Greenpeace demonstriert zum Klimaschutz für einen Ausstieg aus der Kohleenergie. Höhenretter der Polizei holten drei Protestler schließlich von dem Gebäude. Weitere Aktivisten hatten sich an einem Bagger festgekettet.

"Durch eine deeskalierende Strategie ist es gelungen, die Situation friedlich zu beenden", sagte ein Polizeisprecher vor Ort. Mit der Aktion habe Greenpeace ein Zeichen gegen die Zerstörung von Dörfern und Landschaften gesetzt, sagte Sprecherin Anike Peters.

Das Kirchengebäude ist ein Wahrzeichen in der Region und heißt wegen seiner imposanten Erscheinung im Volksmund 'Immerather Dom'. Seit 2013 ist es entwidmet und damit kein Gotteshaus mehr.